Der BVB qualifiziert sich als Gruppensieger für das Achtelfinale der Champions League. © dpa
Meinung

Trotz Platz eins: BVB muss sich in der Champions League deutlich steigern

Borussia Dortmund sichert den Gruppensieg in der Champions League - das ist ein wichtiges Etappenziel. Trotzdem muss eine Steigerung her. So gibt es für den BVB im Achtelfinale nichts zu gewinnen.

Es hat lange gedauert am Dienstagabend, aber am Ende fand Borussia Dortmund dann doch noch den Weg zum Wunschziel. Der BVB beendet die Gruppe F, die vermutlich machbarste in dieser Champions-League-Saison, als Gruppensieger.

Kollektives Durchschnaufen in der BVB-Chefetage

Das dürfte zumindest in Borussia Dortmunds Chefetage für kollektives Durchschnaufen gesorgt haben. Denn auch wenn BVB-Trainer Lucien Favre bereits in der vergangenen Woche nach dem 1:1 gegen Lazio Rom erklärt hatte, dass Platz eins in der Gruppe für ihn „nicht relevant“ sei, und für ihn, so hatte es der 63-jährige Schweizer formuliert, nur die Qualifikation für die K.o.-Phase der Königsklasse zähle, so war es doch eine wichtige Hausaufgabe, die seine Mannschaft in Sankt Petersburg erledigte.

Zum einen ist der BVB durch den Sieg bei Zenit um 2,7 Millionen Euro reicher, zum anderen, und das ist noch deutlich wertvoller, besteht nun zumindest die Chance, im Achtelfinale nicht auf einen der ganz dicken Brocken aus der europäischen Fußball-Beletage zu treffen.

Der BVB benötigt eine deutliche Leistungssteigerung

Vor zwei Jahren scheiterte der BVB als Gruppensieger in der Runde der letzten 16 Mannschaften klar an Tottenham Hotspur, vergangene Saison als Gruppenzweiter knapp an Paris Saint-Germain. Die Sehnsucht nach dem ersten Viertelfinale in der Königsklasse seit 2017 ist groß bei Borussia Dortmund. Noch ist freilich nichts gewonnen, aber die Chance ist am Dienstagabend ein bisschen größer geworden – und es herrscht das Gefühl vor, immerhin alles dafür getan zu haben, um am 14. Dezember, wenn in Nyon das Viertelfinale ausgelost wird, auf eine lösbare Aufgabe hoffen zu dürfen.

Neben einer Portion Losglück wird es bei Borussia Dortmund allerdings in jedem Fall eine deutliche Leistungssteigerung benötigen. Mit einem Auftritt wie in Sankt Petersburg, zumindest in den ersten 60 Minuten, gibt es für den BVB im Achtelfinale der Champions League nichts zu gewinnen – egal, welchen Namen der Gegner trägt.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
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Tobias Jöhren

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