TSG-Mäzen Dietmar Hopp mit Seitenhieb gegen den BVB: „Empfehle einen Blick zurück“

Borussia Dortmund

Dietmar Hopp und Borussia Dortmund werden wohl nicht mehr beste Freunde. In einem vereinseigenen Interview hat er den BVB mit einem Seitenhieb bedacht.

Dortmund

, 17.03.2020, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
TSG-Mäzen Dietmar Hopp mit Seitenhieb gegen den BVB: „Empfehle einen Blick zurück“

TSG-Mäzen Dietmar Hopp hat den BVB mit einem Seitenhieb bedacht. © picture alliance/dpa

Dietmar Hopp hat in einem Beitrag auf der Vereinshomepage der TSG 1899 Hoffenheim den BVB in Sachen Kommerzialisierung im Fußball mit einem Seitenhieb bedacht. Die Anfeindungen der Ultras von Borussia Dortmund in der jüngsten Vergangenheit kann er auch nicht wirklich nachvollziehen.


Die Causa Hopp beschäftigt den deutschen Profi-Fußball schon lange. Die einen sehen in dem TSG-Mäzen den personifizierten Untergang der Fußball-Kultur, die anderen sehen in Hopp einen Menschen, der sich einfach nur etwas stärker –finanziell – für seinen Heimatklub engagiert.


Hopp kann Kritik der BVB-Ultras nicht nachvollziehen

„Es bedarf schon einer blühenden Fantasie, an meiner Person die Kommerzialisierung des Fußballs festzumachen“, erklärt Hopp in dem vereinseigenen Interview und beschreibt seinen Werdegang bei der TSG 1899 Hoffeneheim. Wenig später im Text gibt er dem BVB dann einen Seitenhieb mit.


„Wenn um das Thema Kommerzialisierung im Fußball geht, empfehle ich einen Blick zurück: Die Borussia Dortmund KGaA ist bis dato die einzige börsennotierte Fußballkapitalgesellschaft, der Börsengang im Jahr 2000, zu Zeiten der vermeintlichen ‚New- Economy‘, spülte einen dreistelligen Millionenbetrag in die Kasse“, so Hopp, der weiter auf die Hoffenheimer Underdog-Mentalität eingeht. „Zu diesem Zeitpunkt spielte die TSG Hoffenheim in der Oberliga gegen den FC Teningen“, sagt er.


Hopp mit Seitenhieb gegen den BVB

Dank – und vor allem wegen – seiner Unterstützung schaffte es die TSG 1899 allerdings bis ins Oberhaus. „Vier Jahre später, als der BVB vor dem Ruin stand, stieg dann ein gelinde ausgedrückt dubioser Finanzjongleur mit einem 25%-Anteil sowie 20 Millionen Euro bei der Borussia ein“, erklärt Hopp. Nur so hätte sich Borussia Dortmund im europäischen Spitzenfußball etablieren können.

„Wer debattiert über die Investoren und Großsponsoren anderer Vereine? Wo ziehen wir die Grenze?“, wirft Hopp schließlich noch ein – und das ist eine ziemlich gute Frage, auf die es so noch keine Antwort gibt. Die Diskussion wird sich noch ziehen.

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