Überfordert BVB-Trainer Tuchel seine Spieler?

XXL-Rotationen

BVB-Trainer Tuchel hatte auch vor dem Zweitrundenmatch im DFB-Pokal die große Rotationsmaschine angeworfen. Fünf Änderungen in der Startelf in Ingolstadt, sechs gegen die Eisernen aus dem Berliner Osten. Immer wieder neues Personal, das fordert nicht nur den geneigten Zuschauer, sondern ganz offensichtlich auch seine Mannschaft. Ein Kommentar.

DORTMUND

, 27.10.2016, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bilder der Pokal-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Union Berlin.

Bilder der Pokal-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Union Berlin.

Union Berlin war mit viel Vorschusslorbeer nach Dortmund gereist, und seit Mittwochabend weiß man nun, dass das Lob auch aus dem Munde des Dortmunder Trainers Thomas Tuchel nicht nur eine reine Höflichkeitsfloskel war. Das Dortmunder Weiterkommen war am Ende sogar ein wenig glücklich.

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Sechs Änderungen in der Startelf nahm BVB-Trainer Thomas Tuchel gegen Union Berlin vor. Seine Mannschaft schickt er in permanent wechselnden Systemen aufs Feld. Immer deutlicher stellt sich nach den Eindrücken der vergangenen Wochen nun die Frage: Überfordert Taktik-Tüftler Tuchel mit seinen Rochaden seine Spieler nicht sogar?

Dünne Personaldecke

Tuchel hat darauf verwiesen, wie dünn die Decke ist derzeit, wie sorgsam er gerade mit den Belastungen (auch den mentalen) für die jungen Spieler umgehen müsse. Das ist in der Tat unstrittig. Andererseits hätte der Kader trotz der Personalmisere durchaus andere Variationen hergegeben.

Gegen Union agierte Nuri Sahin auf der Sechs. Das freute alle Anhänger, aber für Sahin gilt Ähnliches wie für Joo-Ho Park, der in Ingolstadt mehr schlecht als recht die linke Seite besetzte: Ihre fehlende Matchpraxis war unübersehbar. Auf der Bank saß dafür ein Sebastian Rode, für den sich immer seltener ein Platz in der Anfangself findet, weil es die Rolle, die er gern bekleidet, gar nicht mehr gibt im Tuchel-Kosmos.

Die 120 Minuten bringen nun die nächste enorme Belastung für den BVB und stürzen Tuchel ins nächste Dilemma. Man darf auf seine nächsten Personalentscheidungen gespannt sein.

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