US-Reise: BVB-Talent Reyna kann Quarantäne umgehen – wegen Sonderregel

mlzBorussia Dortmund

BVB-Talent Gio Reyna verbringt seinen Urlaub in den USA. Wegen der Coronavirus-Pandemie müsste er danach eigentlich in Quarantäne. Doch es gibt eine Ausnahme.

Dortmund

, 09.07.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Borussia Dortmunds Fußball-Profis haben sich nach dem Saisonfinale in den Urlaub verabschiedet. Nach ihrer Rückkehr sind weiterhin strenge Schutzregelungen vor dem Coronavirus zu beachten. Gio Reyna stellt einen Sonderfall dar.

BVB-Stars verbringen Urlaub an verschiedenen Orten

Ibiza und Mykonos sind im Corona-Sommer 2020 bevorzugte Ziele für viele Bundesliga-Profis. Emre Can zum Beispiel urlaubt auf der griechischen Ferieninsel, Marco Reus verknüpft das Angenehme mit der Arbeit, er hat einen der Dortmunder Physiotherapeuten auf die spanische Insel Ibiza einfliegen lassen, um weiter sein Comeback vorzubereiten. Nach mittlerweile fünfmonatiger Zwangspause möchte der Dortmunder Kapitän zum Trainingsstart Anfang August voll belastbar sein. Nur Sonnenbaden gibt es also in diesem Jahr nicht für den 31-Jährigen.

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Die Lockerungen in vielen EU-Staaten haben das Reisen auch für die Profis der Fußball-Bundesliga erleichtert, doch es gibt Sonderfälle. Wer zum Beispiel aus Schweden, aktuell ein EU-Land mit sehr hohen Infektionszahlen, nach Deutschland zurückkehrt, der muss nach der Einreise automatisch in eine 14-tägige Quarantäne.

BVB-Talent Gio Reyna reist zum Heimaturlaub in die USA

Das gilt prinzipiell auch für Wieder-Einreisen aus Nicht-EU-Ländern – womit man dann irgendwann auch bei Gio Reyna landet, dem BVB-Profi, der den weitesten Weg in den Urlaub auf sich genommen hat. Das BVB-Supertalent hat sich nach dem Saisonende auf die Reise in seine Heimat USA gemacht. Am Wochenanfang postete Reyna schöne Bilder vom Lake Waccabuc, der nahe der Kleinstadt Lewisboro in Westchester Country gelegen ist und gern als „geheimer Vorort“ von New York bezeichnet wird.

Mit über 50.000 bestätigten Neu-Infektionen täglich zählten die Vereinigten Staaten zum größten Krisenherd, was die Ausbreitung des Corona-Virus angeht. Auch der Staat New York mit einer Rate von mehr als 2000 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist ein Corona-Hotspot. Wenn Reyna wieder nach Deutschland einreist, gelten somit theoretisch auch für ihn die Corona-Bestimmungen für Einreisen aus Risikogebieten. Es gibt allerdings eine Ausnahme, die sich der 17-Jährige zunutze machen kann.

BVB-Talent Reyna nach US-Urlaub in Quarantäne? NRW schafft Sonderregel

Denn in Nordrhein-Westfalen hat ein Gericht die pauschale Regelung außer Vollzug gesetzt, nach der Rückkehrer aus Nicht-EU-Staaten automatisch in Quarantäne müssen. Die Behörden könnten allerdings Risikogebiete ausweisen, bei denen die Verhängung einer Quarantäne gerechtfertigt ist. Sobald Einreisende wieder am Heimatort sind, müssen sie sich dann beim zuständigen Gesundheitsamt melden, das das weitere Vorgehen festlegt. Die Ausnahmeregelung, die auch Reyna nutzen kann, um einer möglichen Quarantäne zu entgehen: Bei der Einreise muss der Mittelfeldspieler einen aktuellen und negativen Test auf das Coronavirus vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

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Borussia Dortmund hat mit allen Spielern das Verhalten auch während der Urlaubszeit klar besprochen. „Wir halten uns an alle Maßnahmen, die durch die Verordnungen vorgegeben sind“, sagt Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl auf Anfrage. „Wir beobachten die Situation genau.“ Den Trainingsstart hat der BVB für den 30. Juli festgelegt, allerdings werden alle Spieler dann zunächst zwei Mal auf das Virus getestet – und erst bei zwei negativen Tests kann Lucien Favre mit den Spielern ins Mannschaftstraining einsteigen.

Coronavirus-Pandemie hat auch Auswirkungen auf das Trainingslager des BVB

Da die Borussia am 10. August in ihr traditionelles Sommer-Trainingslager in die Ostschweiz nach Bad Ragaz aufbrechen will, gilt eine zusätzliche Besonderheit: Der BVB muss dann auch die aktuellen Einreise-Bedingungen in die Schweiz befolgen und erfüllen. Das Leben mit den Beschränkungen durch das Corona-Virus geht also auch nach der Sommerpause weiter. Das gilt für die Spieler aller 36 Profiklubs.

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