Valdez: "Es waren ja keine Tausendprozentigen"

DORTMUND Am Samstag, nach dem 4:4 in Hannover, gestattete Nelson Valdez den versammelten Journalisten einen kurzen Einblick in sein Gefühlsleben: „Wenn du immer als Sturmversager hingestellt wirst“, raunzte er missmutig, „solltest du in der Tat mal treffen.“

von Von Dirk Krampe

, 17.03.2009, 21:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Valdez: "Es waren ja keine Tausendprozentigen"

Nelson Valdez freut sich über sein Tor zum 1:0.

Als Valdez im Sommer 2006 zum BVB wechselte, war dies der erste bedeutende Transfer nach der Dortmunder Finanzkrise. 4,7 Millionen Euro überwies die Borussia an Bremen, dann aber dauerte es exakt 1658 Minuten, ehe Valdez  für den BVB in der Liga traf. Das war am 32. Spieltag – und viele hatten den Glauben an ihn da längst verloren. Valdez hatte seinen Ruf als Chancentod weg und riss auch in der Folge vor dem Tor keine Bäume aus. Vier Liga-Treffer sind es in diesem Jahr – immerhin. Valdez steht beim BVB an dritter Stelle in der Addition von Toren und Torvorlagen (5). Vergibt er aber Chancen wie am Samstag, wird sein Ruf weiter leiden.

  • Zu seiner angeblichen Verstrickung in die Bremer Transfergeldaffäre meint Valdez: „Ich kannte Carlos Delgado. Aber es gab keinen offiziellen Vertrag mit ihm.“
  • Tamas Hajnal und Felipe Santana pausierten gestern, sollen aber heute trainieren. Das volle Pensum machte Jakub Blaszczykowski mit. Jürgen Klopp: „Es sah ganz gut aus, sein Rückstand ist allerdings riesig.“
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