Vertrag verlängert - Klopp soll bis 2012 Jugendstil kreieren

DORTMUND Drei Männer, drei schwarze Sackos, drei entspannte Lächeln – Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc und Jürgen Klopp betreten lässig die Bühne des Sudhauses der Brinkhoff´s-Brauerei.

von Von Thomas Schulzke

, 19.03.2009, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vertrag verlängert - Klopp soll bis 2012 Jugendstil kreieren

Jürgen Klopp verlängerte seinen Trainervertrag bim BVB vorzeitig.

Sie lassen sich nichts anmerken von den Negativ-Ereignissen des Vortages, als BVB-Profi Kevin-Prince Boateng am frühen Mittwochmorgen gegen 3 Uhr von der Polizei in Berlin aufgegriffen und in Verbindung mit dem Strafdelikt der Sachbeschädigung gebracht wurde. Nur ein Thema interessiert sie. Ein positives. Ein Thema, das der Borussia eine erfolgreiche Zukunft bringen soll. Die Vertrags-Verlängerung von Trainer Jürgen Klopp, dessen Vertrag nur bis 2010 galt. Gestern sicherte sich der BVB die Dienste von Klopp bis zum 30. Juni 2012. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es mit Jürgen Klopp einfach passt“, sagt KGaA-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Dann beginnen die Lobreden für Jürgen Klopp. Er habe dafür gesorgt, dass die Mannschaft in der Entwicklung einen Schritt nach vorne gemacht habe. Er sei genau der Richtige. Alle Gremiumsmitglieder bewerteten die Verlängerung als positiv.Konzept überzeugt Watzke Dann geht Watzke wieder zu den Inhalten über. „Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc haben mir ein Konzept vorgestellt, wie es bis 2012 weiter geht.“ Es habe ihn überzeugt. Eine enge Verzahnung zwischen Jugend-, Amateur- und Profibereich ist vorgesehen. „Wir kaufen keine Stars, wir wollen welche produzieren. Und dafür ist Jürgen Klopp der richtige Mann“, sagt Watzke. Jürgen Klopp warnt nach der Vertragsverlängerung vor einer zu hohen Erwartungshaltung: „Es wird keine ganz einfache Zukunft. Wir müssen geduldig sein und nicht glauben, dass wir jetzt alle schlagen können. Einige Mannschaften in der Liga haben eine höhere Qualität.“Gespräche mit Zorc Klopp steht aber zu 100 Prozent hinter der Philosophie der jungen Spieler. Die ersten Schritte sind gemacht. Der A-Junioren-Akteur Marc Hornschuh (18 Jahre) erhielt einen Profivertrag. Sportdirektor Michael Zorc nennt zudem die Namen der Eigengewächse Daniel Ginczek (17), Mario Götze (16) und Marco Stiepermann (18), die an das Bundesliga-Niveau herangeführt werden sollen. Der Sportdirektor, dessen Vertrag 2010 ausläuft, hatte ebenfalls ein erstes zukunftsweisendes Gespräch mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. In der Sommerpause wird ein weiteres folgen. „Die Absicht ist doch klar“, sagt Watzke. Einer Vertragsverlängerung steht wohl wenig im Weg. Dann schreiten die drei Herren wieder lässig auf die Bühne.

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