Wagner: "Es ist so etwas wie mein persönliches Derby"

Im Interview

Erinnerungen werden wach bei Borussia Dortmunds Regionalliga-Trainer David Wagner, wenn am Samstag (14 Uhr) der FSV Mainz 05 II im Stadion Rote Erde gegen den BVB II antritt. „Es ist so etwas wie mein persönliches Derby“, sagt der Borussen-Coach. Wagner spielte als Zweitliga-Profi von 1991 bis 95 für den FSV und erzielte dabei 19 Saisontore.

DORTMUND

von Von Harald Gehring

, 11.10.2011, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
David Wagner ist mit seinem Team zufrieden.

David Wagner ist mit seinem Team zufrieden.

Das war für mich eine sehr erfolgreiche Zeit. Dort habe ich mich zum U 21 Nationalspieler entwickelt. Damals war das in Mainz eine mittelgroße Sensation. Dazu die vielen erfolgreichen Spiele in der zweiten Liga. Es gab aber auch Negatives. In Wattenscheid erlitt ich einen Schien- und Wadenbeinbruch. Der Nagel sitzt noch im Knochen.

Mainz, da habe ich meine größte fußballerische Entwicklung erlebt. Vom Präsidenten bis zum Zeugwart kenne ich die Menschen. Außerdem wurde meine Tochter in Mainz geboren.

Als ich dort spielte, stieg die Zweite gerade in die A-Klasse auf. Daran kann man ermessen, was für eine erstklassige Arbeit zwischenzeitlich geleistet wurde. Es ist den Verantwortlichen gelungen, das Team extrem gut zu positionieren. Am Samstag treffen wir auf unseren bislang stärksten Gegner in dieser Saison.

Darauf schaue ich nicht. Beide Spiele sind für den FSV sehr unglücklich gelaufen. Mainz ist ein starker Gegner.

Nein, ich bin positiv eingestellt. Ich habe ein riesiges Vertrauen in meine Mannschaft. Wir haben die Qualität, um die drei Punkte einzuspielen.

Wir haben in vier Heimspielen zehn Tore kassiert. Da liegt es auf der Hand, dass wir einfach konzentrierter verteidigen müssen, insbesondere bei Standards.

Wenn das klappt, reagieren wir ganz spontan.

Ich bevorzuge eher Bier. Wein eher nicht. David Wagner, der am 19. Oktober seinen 40. Geburtstag feiert, machte die ersten fußballerischen Schritte beim SV Geinsheim. Es folgte der Wechsel zu den Junioren Eintracht Frankfurts. Hier absolvierte Wagner später auch sein erstes Bundesliga-Spiel. Die erfolgreichsten Jahre folgten jedoch beim FSV Mainz (94 Spiele und 19 Tore in den Jahren 1991 bis 95) und anschließend beim FC Schalke 04. Hier feierte er 1997 den Triumph im UEFA-Cup, war allerdings kein Stammspieler. Vor seinem Engagement beim BVB trainierte der Fußball-Lehrer die U 19 der TSG Hoffenheim.  

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