Watzke: Champions League nur ein Nebenaspekt

Aus wirtschaftlicher Sicht

Trotz lockender Millionen-Einnahmen in der Champions League spielt das Weiterkommen in der Königsklasse für Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wirtschaftlich nur eine Nebenrolle.

DORTMUND

17.10.2011, 11:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hans-Joachim Watzke ist der Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Foto: Friso Gentsch.

Hans-Joachim Watzke ist der Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Foto: Friso Gentsch.

«Ob ich das Achtel- oder Viertelfinale erreiche, ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten im Grunde eine Marginalie», sagte Watzke in einem «Kicker»-Interview. «Dafür gibt es zwar auch einige Millionen, das ist jedoch nicht vergleichbar mit einer Wiederqualifikation über die Bundesliga», meinte der BVB-Boss.Rekordgewinn in Meistersaison

758,6 Millionen Euro schüttet die UEFA in der Saison 2011/2012 an die Champions-League-Teilnehmer aus. Neben dem Startgeld (3,9 Millionen) gibt es in der Gruppenphase pro Partie einen Spielbonus von 550 000 Euro; jeder Sieg in den Gruppenspielen wird mit 800 000 Euro belohnt, ein Unentschieden bringt die Hälfte. Ab Achtelfinale steigern sich die Prämien von 3 Millionen Euro bis zum Finale stetig, wo der Sieger 9 Millionen Euro erhält.

«Die Qualifikation für die Champions League erreiche ich deutlich einfacher über die Bundesliga als über den Gewinn der Champions League», betonte Watzke, der in der Meistersaison einen Rekordgewinn vermelden konnte - ohne die Teilnahme an der Champions League.Auf Tabellenplatz drei

In der Liga rangiert Deutschlands einziger börsennotierter Fußballclub auf dem dritten Tabellenplatz, in der Champions League ist er nach zwei Vorrunden-Spielen ohne Sieg. Am Mittwoch tritt der BVB bei Olympiakos Piräus an. Weitere Gruppengegner sind der FC Arsenal und Olympique Marseille. «Ich glaube nicht, dass wir sang- und klanglos ausscheiden werden», meinte Watzke.

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