Watzke sieht Fürsorgepflicht missachtet

Gerüchte um Götze

Borussias KGaA-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat genug von all den Wechselgerüchten. Er will sie auch gar nicht mehr kommentieren. Er kümmert sich lieber um Mario Götze.

DORTMUND

von Von Thomas Schulzke

, 11.10.2011, 22:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verstecken kann sich Dortmunds Juwel Mario Götze vor den vielen Gerüchten nicht.

Verstecken kann sich Dortmunds Juwel Mario Götze vor den vielen Gerüchten nicht.

Madrids Klub-Boss Florentino Perez wird damit zitiert, dass sein aktuell im Schatten des FC Barcelona stehender Verein drei der hoffnungsvollsten Talente der Welt holen will. Neben dem Brasilianer Neymar auch noch den Belgier Eden Hazard (OSC Lille) und Borussias Juwel Mario Götze. In dem Artikel ist von einem „Baby-Real“ zu lesen, das den Erzrivalen aus Katalonien endlich hinter sich lassen soll. Diese öffentlichen Spekulationen nerven Watzke. „Wenn Madrids Präsident das wirklich so gesagt hat, muss er sich ein Benimm-Lexikon besorgen. Mario ist zwar stabil wie kein Zweiter in seinem Alter, trotzdem sind diese öffentlichen Gerüchte katastrophal. Hier wird die Fürsorgepflicht gegenüber Mario drastisch missachtet.“

Die Verantwortlichen des BVB haben mit Götze längst Gespräche geführt, ihn auf diese Situation vorbereitet. „Es ist doch logisch, dass wir mit Mario über solche Dinge sprechen. Er bekommt doch all diese Spekulationen mit“, sagt Watzke.Auch von einem 40-Millionen-Euro-Angebot des englischen Klubs FC Arsenal während der laufenden Bundesliga-Spielzeit musste er schon lesen. Den Engländern macht Watzke keinen Vorwurf, die anders als Real Madrid nicht über die Presse ihr Interesse an dem Nationalspieler geäußert hatten.

Die Verantwortlichen aus London traten zuerst an den BVB heran und fragten an, ob es sich lohne, ein Angebot für den Jungstar abzugeben. Arsenal hatte zuvor durch die Verkäufe von Cesc Fabregas (FC Barcelona) und Amir Nasri (Manchester City) rund 65 Millionen Euro eingenommen und war auf der Suche nach Ersatz. Der BVB sagte aber klipp und klar, dass er nicht bereit sei, zu diesem Zeitpunkt den Hauptprozessor der Offensive vorzeitig abzugeben. Götze hat beim deutschen Meister noch einen laufenden Vertrag bis 2014. Watzke verkündete vor einigen Wochen bei der Bilanz-Pressekonferenz, dass der Klub keine Stars verkaufen müsse, kein Ausbildungsverein sei.

Sportmanager Michael Zorc reagierte mit Humor auf die Spekulationen über einen möglichen Wechsel seines Ausnahmetalentes. „Das Wort ,unverkäuflich‘ nehme ich nicht in den Mund. Das hat die Vergangenheit gelehrt. Wir beobachten im Gegenzug nun Cristiano Ronaldo“, wird er in einem Artikel des Internetportals „Welt Online“ zitiert.

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