In der Saison 20/21 wird es beim BVB keine Dauerkarten geben. © imago / Team 2
Borussia Dortmund

Weiterhin nur Geisterspiele: Neues BVB-Angebot an Dauerkarten-Inhaber

Der BVB bot seinen Dauerkarten-Inhabern in der Rückrunde 19/20 an, sich die verpassten Heimspiele als Guthaben anrechnen zu lassen. Doch es gibt weiterhin Geisterspiele - und einen neuen Plan.

Der Hintergrund: In der vergangenen Saison waren die letzten fünf Heimspiele gegen den FC Schalke 04 (4:0), Bayern München (0:1), Hertha BSC (1:0), den FSV Mainz 05 (0:2) und die TSG Hoffenheim (0:4) wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer ausgetragen worden.

Der BVB hatte seinen Dauerkarten-Inhabern daraufhin vier Möglichkeiten zur Wahl gestellt. Jeder, der wollte, konnte damals sein Geld zurückfordern. Alternativ konnten sich die Fans auch dafür entscheiden, sich die verpassten Spiele als eine Art Guthaben für die neue Dauerkarte der Saison 2020/21 anrechnen zu lassen. Als dritte Option konnte ein Teil des Geldes beim Verein gelassen und ein Teil (19.09 Prozent) an die Stiftung „leuchte auf“ gespendet werden. Und als vierte Option konnten die Dauerkarten-Inhaber auf eine Rückzahlung verzichten und dafür das aktuelle BVB-Heimtrikot erhalten.

In der Saison 20/21 wird es beim BVB keine Dauerkarten geben

Das flexible Modell fand Anklang in Fankreisen. Rund zwei Drittel aller Dauerkarten-Inhaber entschied sich nach Informationen der Ruhr Nachrichten im vergangenen Frühjahr dafür, sich die verpassten Spiele gutschreiben zu lassen.

Das Problem dabei: Mittlerweile ist offensichtlich, dass es für die BVB-Fans in dieser Saison coronabedingt keine Dauerkarte mehr geben wird. Selbst für den Fall, dass zum Ende der Spielzeit noch einmal Zuschauer zugelassen werden, ähnlich wie zu Beginn der Saison, ist an eine gewöhnliche Dauerkarte für 55.000 BVB-Fans nicht zu denken.

BVB wird im Januar mit den Dauerkarten-Inhabern in Kontakt treten

Deshalb geht der BVB nun auf die zwei Drittel zu, deren Guthaben seit über einem halben Jahr bei Borussia Dortmund schlummert. Geschäftsführer Carsten Cramer sagte im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten: „Wir werden bis zum Ende der Hinrunde auf alle Dauerkarten-Inhaber zukommen, die sich im vergangenen Jahr dafür entschieden haben, sich die fünf Heimspiele ohne Zuschauer als Guthaben für diese Saison anrechnen zu lassen. Wer sein Geld nun lieber zurückerstattet bekommen möchte, der bekommt es selbstverständlich zurückgezahlt. Wer sein Guthaben noch einmal weiter in die nächste Spielzeit schieben möchte, der kann auch das sehr gerne tun.“

Die ersten E-Mails und Briefe sollen noch in dieser Woche an die Dauerkarten-Inhaber verschickt werden – verbunden mit der Hoffnung, dass dann zumindest in der Saison 2021/22 alles wieder ein bisschen normaler abläuft. Auch mit Blick auf den Dauerkarten-Verkauf.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
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Tobias Jöhren

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