"Wir sind viel zu brav auf dem Platz"

Hühnemeier im Interview

DORTMUND In der Innenverteidigung von Fußball-Drittligist Borussia Dortmund gilt er als sichere Bank, als Führungsspieler ist er in der Mannschaft anerkannt – Teamkäpt’n Uwe Hünemeier (23) spricht im Interview über die Situation der BVB-Talente nach der Niederlage gegen den FC Bayern München II.

von Von Harald Gehring

, 26.10.2009, 15:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Borussias Uwe Hünemeier (l.) in Aktion.

Borussias Uwe Hünemeier (l.) in Aktion.

Wir sind viel zu brav auf dem Platz. Keiner wird laut, nur wenige knallen sich richtig in die Zweikämpfe. Das muss sich ändern.

Nein, Christopher hatte auch gegen die Bayern seine Chance, aber er schoss übers Tor. Er muss sich gegen diese Erfolglosigkeit wehren. Wir brauchen jemanden, der trifft. Uns fehlt ein Knipser.

Ich versuche mich in jedem Spiel einzubringen. Das Problem ist, dass Yasin Öztekin, Julian Koch, Damien Le Tallec und ich immer mit den Profis trainieren. Also müssen unter der Woche Spieler wie Sebastian Hille und Sebastian Tyrala in die Bresche springen.

Ich hab‘s zumindest nicht getan. Jeder weiß doch, dass fast alle unserer Konkurrenten um ihre Existenz kämpfen, die bestrafen jeden unserer Fehler gnadenlos. Wir dagegen sind kaum in der Lage, die Fehler der anderen auszunutzen, das zermürbt schon.

Wir brauchen eine Anspielstation hinter unseren Spitzen. Das kann nur Sebastian Tyrala sein. Und im Mittelfeld müssen wir wieder kompakter stehen.

Wer Angst hat, braucht gar nicht mitzufahren. Das Spiel ist eine riesige Herausforderung, die wir nur mit breiter Brust bewältigen können.

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