Wolfsburger Top-Torjäger soll BVB knacken - VfL-Coach Glasner mahnt

Bundesliga

Der VfL Wolfsburg setzt gegen Borussia Dortmund auf die Rückkehr seines Top-Torjägers. Das alleine wird nicht reichen – Trainer Oliver Glasner musste im Training unter der Woche laut werden.

Dortmund

, 21.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Wolfsburg-Profis Wout Weghorst und Maximilian Arnold (r.) unterhalten sich.

Die Wolfsburg-Profis Wout Weghorst und Maximilian Arnold (r.) unterhalten sich. © picture alliance/dpa

Für einen Wolfsburger gibt es ein Wiedersehen mit seinem alten Klub. Mit seinen 29 Jahren steht Daniel Ginczek dicht vor seinem 100. Bundesliga-Spiel. Eine Marke, die viel darüber aussagt, wie die Karriere des bulligen Stürmers verlaufen ist: Sie war geprägt von vielen Verletzungen.

Wolfsburg setzt gegen Dortmund auf Top-Torjäger

Als Stehaufmännchen, der niemals aufgibt, genießt Ginczek einen hervorragenden Ruf in der Autostadt. Ausgerechnet gegen den Klub, in dem er sich vom Jugendspieler zum Profi entwickelte, könnte es am Samstag (15.30 Uhr/live im TV) nun soweit sein mit dem Jubiläum. Ginczeks Trainer Oliver Glasner deutete allerdings am Donnerstag an, dass er wohl gegen Borussia Dortmund zunächst auf den Top-Torjäger der Wölfe setzen wird. Wout Weghorst kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück und dürfte in der Volkswagen-Arena auch starten.

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Mit dem späten 2:1 beim FC Augsburg (Tor Ginczek in der ersten Minute der Nachspielzeit) sind die Wölfe gut aus der Bundesliga-Zwangspause gekommen. Glasner sah im Training allerdings Anzeichen für eine aufkommende Selbstzufriedenheit und steuerte konsequent gegen. Er sei „laut geworden“, verriet er in einer Telefon-Konferenz mit Wolfsburger Medien, „es war kein Gespräch, es war ein Monolog.“

Hinspiel in Dortmund verliert nicht gut für den VfL Wolfsburg

Das erinnert an eine Szene nach dem Hinspiel in Dortmund. Damals reiste der VfL als einzig ungeschlagenes Team der Liga an, stand als Tabellenvierter noch vor der Borussia – und kassierte beim 0:3 eine böse Schlappe, die auch noch hätte deutlicher ausfallen können. Direkt nach dem Schlusspfiff versammelte Glasner seine Spieler am Mittelkreis und fand deutliche Worte.

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Die gab es nun erneut. „Ich habe ihnen gesagt, dass wir eine Top-Trainingswoche brauchen, um gegen den BVB, der vermutlich wieder im 3-4-3-System antreten wird, bestehen zu können. Die hatte ich nicht gesehen.“ Er hätte diese Gardinenpredigt auch verschweigen können, denn wie alle Bundesligisten trainiert auch der VfL Wolfsburg bis zum Saisonende hinter verschlossenen Türen - ohne Zugang für Medien. Nach dem deutlichen Zeichen nach innen setzte Glasner am Donnerstag auch eins nach außen.

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