Zorc-Nachfolger? Sebastian Kehl spricht über seine Zukunft beim BVB

Borussia Dortmund

Als Lizenzspielleiter steht Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund noch bis 2021 unter Vertrag. Doch wie geht’s danach weiter? Jetzt hat sich der 40-Jährige zu seiner BVB-Zukunft geäußert.

Bad Ragaz / Dortmund

, 13.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sebastian Kehl könnte im Sommer 2022 in die Fußstapfen von Sportdirektor Michael Zorc treten.

Sebastian Kehl könnte im Sommer 2022 in die Fußstapfen von Sportdirektor Michael Zorc treten. © Noah Wedel / Kirchner-Media

Sebastian Kehl hatte in den vergangenen Wochen viel zu tun, die Coronavirus-Pandemie sorgte auf organisatorischer Ebene für viel Arbeit beim BVB. Borussia Dortmunds Leiter der Lizenzspielerabteilung konnte sich so beweisen. Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) hat der 40-Jährige jetzt seine Führungsansprüche bekräftigt.

Kehl kann sich Nachfolge von BVB-Sportdirektor Zorc vorstellen

„Sie werden verstehen, dass ich diese Frage heute noch nicht abschließend beantworten kann“, sagte Kehl in Bezug auf die mögliche Zorc-Nachfolge. „Wir haben uns aber darauf verständigt, zeitnah Gespräche zu führen und auch die Perspektive und zunehmende Verantwortlichkeiten dann zu besprechen.

Jetzt lesen

Michael Zorc hatte seinen Vertrag im Juni noch einmal um ein Jahr verlängert, der 57-Jährige will im Sommer 2022 aber definitiv aufhören. Kehl, der eine „sehr enge und vertrauensvolle“ Zusammenarbeit mit Zorc pflegt, wäre der prädestinierte Nachfolger. „Wir besprechen alle anstehenden Themen und ergänzen uns dabei sehr gut. Sobald in irgendeine Richtung eine Entscheidung gefallen ist, werden wir sie auch verkünden“, erklärte Kehl.

BVB-Boss Watzke will keine Wasserstandsmeldung abgeben

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten werden die Gespräche mit Sebastian Kehl in Bad Ragaz voraussichtlich eher noch nicht zu einem Abschluss führen - es sind etliche Details zu besprechen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der am Donnerstagvormittag in der Schweiz eingetroffen ist, wollte auf Anfrage keine Wasserstandsmeldung abgeben.

Darüber hinaus stellte Kehl weitere Neuzugänge beim BVB in Aussicht. „Wir beobachten den Markt selbstverständlich weiterhin. Wir sind gewappnet und vorbereitet auf unterschiedlichste Szenarien. Und kreativ, davon können Sie ausgehen“, versicherte er.

Sancho bleibt - für den BVB besteht wenig Handlungsbedarf

Die Neuzugänge Jude Bellingham und Thomas Meunier haben im Testspiel gegen den SCR Altach eine ansprechende Leistung gezeigt, Jadon Sancho wird - das steht seit Montag fest - auch in der Saison 20/21 das BVB-Trikot tragen. Damit sorgt er für Unmut bei Manchester United. Handlungsbedarf auf der Zugangsseite besteht für den BVB nicht - auch die finanziellen Möglichkeiten sind corona-bedingt eingeschränkt. „Wir werden, wie andere Klubs auch, die Zeit bis zum 5. Oktober nutzen“, sagte Kehl jedoch. Das zielt aber eher auf die Abgabenseite (Gomez, Passlack, Wolf).

Lesen Sie jetzt