112 und Notfallkarte sollen Leben retten

Rettungsdienst

Der Appell aus berufenem Munde an die Öffentlichkeit lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Haben Sie keine Hemmungen. Wählen Sie im Zweifelsfall die Notrufnummer 112." Das sagt der Leiter des Rettungsdienstes, Karl-Heinz Heckert.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 10.03.2011, 16:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sieht die neue Notfallkarte aus.

So sieht die neue Notfallkarte aus.

Gleichzeitig räumte Heckert ein, dass die Anzahl der vorsätzlichen Fehlalarme in den vergangenen Jahren stark angestiegen sei: „Wir hatten im letzten Jahr 28 Prozent vorsätzliche Fehlalarme. Diese Zahl steigt ständig an und richtet hohen Schaden an.“ In diesem Zusammenhang brach Heckert eine Lanze für die neue Notfallkarte, die Ende März öffentlichkeitswirksam unter die Leute gebracht werden soll. Das von der Sparkasse Vest gesponserte scheckkartengroße Faltblatt ist in einer Auflage von 16 000 Exemplaren gedruckt worden und liefert dem Rettungsdienst bei korrekter Ausfüllung möglicherweise lebensrettende Informationen.

„Das ist ein geniales Teil, der Erfolg ist vorprogrammiert“, zeigte sich Heckert bereits im Vorfeld sicher über die positiven Auswirkungen der Karte. Sie soll – nicht nur von Senioren – in zweifacher Ausführung ausgefüllt und sowohl am Mann getragen werden als auch in der Nähe der Eingangstür in Augenhöhe in der Wohnung angebracht werden, damit die Helfer sofort zugriff auf die Informationen haben. Neben den persönlichen Daten enthält die Notfallkarte wichtige Informationen über Krankheiten, Medikationen, zu benachrichtigende Verwandte usw., die – falls erforderlich – mit Hilfe des Arztes oder anderer Personen eingetragen und möglichst ständig aktualisiert werden sollen. Entsprechende Informationsblätter sind auch auf Englisch, Türkisch, Griechisch und Russisch erhältlich.

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