Das 1910 hofft nach einem Corona-Verdachtsfall, so schnell wie möglich wieder öffnen zu können. © Tobias Weckenbrock
Corona-Verdachtsfall

1910 will bald wieder öffnen und verrät Details zum Corona-Verdachtsfall

Das Café Brasserie 1910 am Markt hat seit Samstag eine Corona-Pause eingelegt, nachdem es einen Verdachtsfall „im Umfeld“ des Cafés gab. Jetzt sind weitere Hintergründe bekannt.

Seitdem Gaststätten in Castrop-Rauxel wieder öffnen dürfen, müssen sich Besucher in Listen eintragen. Gibt es eine Corona-Infektion in einem Betrieb, sollen Infektionsketten schnell gebrochen werden. Das 1910 in der Castroper Altstadt zieht selbst Konsequenzen nach einem Corona-Verdachtsfall.

„Um jeglichen Risiken vorzubeugen, haben wir uns dazu entschlossen, den Restaurantbetrieb umgehend einzustellen“: Das gab das Leuthold’s 1910 noch in der Nacht zum Samstag in einer Mitteilung bekannt. Am Freitagabend hatte es die Information über den Verdachtsfall bekommen. Lilli Leuthold, die das Lokal vor fünf Jahren eröffnete, erklärt nun im Gespräch mit unserer Redaktion, was genau dahinter steckt.

Ein Mitarbeiter aus der Küche habe ihr am Freitag einen Corona-Fall in seiner Familie gemeldet. Durch Zufall sei der betreffende Mitarbeiter aber schon seit einer Woche nicht mehr in der Küche des Altstadt-Lokals gewesen. „Die Küche ist zum Glück räumlich vom Service getrennt“, erklärte Lilli Leuthold am Montag. Obwohl kein Kontakt zwischen den Mitarbeitern in der Küche und denen im Service bestünde, wolle man auf Nummer sicher gehen.

Mitarbeiter geraten kaum in Kontakt

Im 1910 ist ein Aufzug der Verbindungsweg zwischen den Mitarbeitern in der Küche und den Service-Mitarbeitern. Nur die haben direkten Kontakt zu den Gästen. Die Mitarbeiter der verschiedenen Bereiche betreten ihren Arbeitsplatz sogar über unterschiedliche Wege.

Die vorübergehende Schließung war eine eigenständige Entscheidung des 1910. Sie basiert nicht auf einer Zwangsschließung. Am Freitagabend, als der Fall bekannt wurde, sei so schnell wie möglich alles in die Wege geleitet worden, sagt Leuthold, die um 2.20 Uhr in der Nacht auf der Facebookseite und per Schnellmeldung an unsere Redaktion die Schließung bekannt gab.

Mit diesem Schreiben wandte sich das 1910 in der Nacht zu Samstag an die Öffentlichkeit.
Mit diesem Schreiben wandte sich das 1910 in der Nacht zu Samstag an die Öffentlichkeit. © Tobias Weckenbrock © Tobias Weckenbrock

Der Inhaberin sei ein transparenter Umgang mit den Vorkommnissen wichtig, sagte sie. „Wir hoffen, dass heute alle getestet werden“, erklärte sie am Montagmittag. Wenn alles gut laufe, könne das 1910 am Mittwoch oder Donnerstag mit neuer Küchen-Mannschaft wieder öffnen.

Die Kontaktlisten liegen bereit

Ihre Listen, in die sich die Gäste eines Lokals eintragen müssen, seien von den Behörden nicht angefordert worden. „Sie werden geführt und liegen bereit, falls sie gebraucht werden“, versicherte Lilli Leuthold.

Als Verdachtspersonen gelten Menschen, bei denen Corona-spezifische Symptome auftreten: Husten, Fieber, Geruch- oder Geschmacklosigkeit sind die Haupt-Symptome. Im Normalfall werden Verdachtspersonen auf Sars-CoV-2 getestet – so nun auch die Küchen-Belegschaft des 1910. Testergebnisse liegen inzwischen schneller vor als noch vor Monaten. Es dauert meist nur ein bis zwei Tage.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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