31-Jähriger leistet betrunken Widerstand und bedroht Polizisten

mlzFilmriss hat Folgen

An die verhängnisvolle Nacht kann sich der 31-Jährige kaum erinnern, so betrunken war er. Die Ursache: Kummer. Das Vergehen: Widerstand und versuchte Körperverletzung. Ein Filmriss mit Folgen.

Castrop-Rauxel

, 20.10.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ruhestörung lautete der Einsatz im März gegen 3.20 Uhr in den frühen Morgenstunden. Am Einsatzort laute Musik und Finsternis. Deshalb zückten die Polizisten sofort ihre Taschenlampen. „Wir leuchten Hände und Oberkörper an“, erklärte die 24-jährige Polizistin. So könne man einen möglichen Angriff rechtzeitig verhindern.

In der Tat erwartete sie und ihren Kollegen ein sehr aggressiver Mann, der sie nicht einlassen wollte. Der Einsatz von Pfefferspray sei unvermeidbar gewesen, weil der 31-jährige Wohnungsinhaber eine Schlagbewegung gemacht habe.

Nur so konnte der Mann in den Polizeiwagen verfrachtet und mit zur Wache genommen werden. 1,76 Promille wurden festgestellt.

Angeklagtem fehlt die Erinnerung

Die waren auch der Grund dafür, dass sich der Monteur vor dem Amtsgericht, wo er sich wegen Widerstandes und versuchter Körperverletzung verantworten musste, an nichts erinnern konnte. „Filmriss“, sagte er. Viel Alkohol hätte ihn, der mit einigen Freunden den Kummer und das Ende einer Beziehung ertränken wollte, außer Gefecht gesetzt. Denn eigentlich tränke er nur mal auf Geburtstagen ein Gläschen.

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Den Filmriss hielten Staatsanwalt wie Richter für glaubwürdig. Das Urteil: eine sechsmonatige Bewährungsstrafe und die Zahlung von 1.200 Euro an ein Kinderhospiz – verbunden mit der Hoffnung, dass es ein einmaliger Ausrutscher bleibt.

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