460.000 Euro für die Kindertagesstätte Mikado

Konjunkturpaket in Castrop-Rauxel

Das neue Investitionsförderungsgesetz des Bundes soll in den nächsten Jahren viel Bewegung nach Castrop bringen. 47 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 9,5 Millionen Euro sollen bis Ende 2018 gefördert werden. Allerdings herrscht in der Stadt auch jede Menge Sanierungsbedarf bei städtischen Gebäuden.

CASTROP-RAUXEL

, 25.11.2015, 16:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Familienzentrum MIkado an der Bodelschwingher Straße soll umgebaut und erweitert werden.

Das Familienzentrum MIkado an der Bodelschwingher Straße soll umgebaut und erweitert werden.

Ein erste Profiteur der Maßnahmen ist die Schweriner Kindertagesstätte Mikado. Sie soll mit rund 460.000 Euro als erstes Großprojekt von dem neuen kommunalen Investitionsförderungsgesetz des Bundes gefördert werden (Konjunkturpaket III).

Das geht aus der aktualisierten Investitionsdringlichkeitsliste der Stadtverwaltung hervor, die Bürgermeister Rajko Kravanja, der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt und EUV-Chef Michael Werner am Dienstag im Rathaus vorstellten. Sie soll auf der nächsten Ratssitzung am 26. November verabschiedet werden.

Insgesamt hat die Verwaltung 47 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 9,5 Millionen Euro zusammengetragen.  Bis Ende 2018 sollen sie mit den zusätzlichen Bundesmitteln und einem städtischen Anteil von 10 Prozent realisiert werden. „Damit haben wir in den nächsten drei Jahren mehr als das Doppelte der regulären Investitionsdringlichkeitsliste zur Verfügung“, freute sich Bürgermeister Rajko Kravanja. 

Städtische Gebäude haben einen hohen Sanierungsbedarf

Eine Summe, die er und Dobrindt aber sogleich auch relativierten: „Wir haben allein bei den städtischen Gebäuden ohne Stadtmittelpunkt einen Sanierungsbedarf von fast 30 Millionen Euro“, warf Dobrindt ein. Die Sanierungskosten des Rathauses und der beiden Hallen wurden zuletzt von Altbürgermeister Johannes Beisenherzh mit „30 Millionen Euro plus x“ beziffert.

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Die durch das Konjunkturprogramm III möglich gewordenen zusätzlichen Projekte werden jährlich in die Investitionsdringlichkeitsliste eingepflegt. Förderungsfähig sind nach den Worten von EUV-Chef Michael Werner Maßnahmen in vier großen Bereichen: Städtebau, Lärmminderung, energetische Verbesserung und Barrierefreiheit.

Neben der Kindertagesstätte Mikado haben folgende Projekte Priorität für das Jahr 2016:

  • die Marktplatz-Sanierung 
  • die Sanierung der oberen Schulstraße 
  • die Sanierung der Lange Straße zwischen Wartburgstraße und B 235, einschließlich der Barrierefreiheit zweier Bushaltestellen
  • Beginn der Fenstersanierung an der Willy-Brandt-Gesamtschule
  • der dickste Brocken ist das Hochwasserrückhaltebecken in Obercastrop mit gut einer Million Euro.
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