514 Ganztags-Schüler

CASTROP-RAUXEL 114 Kinder besuchen auch nachmittags die Wilhelmschule. Nicht nur mit dieser großen Teilnehmerzahl ist die Schule im Dorf Rauxel unter den Offenen Ganztagsschulen spitze.

von Von Peter Wulle

, 21.09.2007, 20:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Pädagogisches Angebot

(kl. Foto). Der Betrieb der Offenen Ganztagsschulen beschäftigte die Politik, die erstmals einen Überblick über alle Betreuungsformen an den mittlerweile neun Ganztagsschulen erhielt. Immerhin nutzen 514 Kinder derzeit das Nachmittags-Angebot. Über die meiste Erfahrung mit dem Ganztagsbetrieb verfügt die Wilhelmschule, die mit der Grundschule Deininghausen hier Pionierarbeit leistete.

Pädagogisches Angebot

Obwohl das pädagogische Angebot der Wilhelmschule sich sehen lassen kann, weil es abwechslungsreich ist und von Lehrern mitgestaltet wird, würde Elsbeth Kroh gerne noch weitere Kurse anbieten: "Ich suche noch einen Opa, der den Kindern das Schnitzen beibringt. Auch ein Computerkurs wäre toll."

Sehr zufrieden ist auch die Erste Beigeordnete der Stadt, Petra Glöß, mit dem Ganztagsbetrieb an den neun von insgesamt 13 Grundschulen. "Unser Modell der Offenen Ganztagsschule hat nichts Vergleichbares im Lande", sagt sie selbstbewusst. In Castrop-Rauxel, das betont sie, arbeiten nicht freie Träger wie die AWo oder die Caritas mit den Schulen zusammen, sondern das Jugendamt. Glöß setzt für eine gezielte Förderung von Kindern auf eine qualitätvolle, schulergänzende Betreuung. "Wir haben von ehrenamtlichen Mitarbeitern bis zu Fachleuten alles im Einsatz." Fast 40 Lehrer, Studenten und andere Honorarkräfte stehen auf der Lohnliste. 654 000 Euro werden in diesem Schuljahr aufgebracht. Das Land finanziert 443 000 Euro und der kommunale Anteil, der durch Elternbeiträge ersetzt werden kann, beträgt 210 700 Euro. "Wenn man Qualität haben will, dann kostet das Geld", sagt Petra Glöß. Es zahle sich allerdings aus, wenn man früh in Kinder investiere statt später in Jugendarbeit.

 

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