Ärger am Regenrückhaltebecken in Castrop-Rauxel

Parkchaos

Das Regenrückhaltebecken in Castrop-Rauxel hat nicht nur Vorteile: Während die einen anreisen, um den Standort als neues Naherholungsgebiet zu genießen, ärgern sich die Anwohner. Die vielen Autofahrer sorgen für Parkchaos und das Anleingebot für Hunde wird oft ignoriert. Bisher ist keine Lösung des Konflikts in Sicht.

CASTROP-RAUXEL

, 22.04.2016, 05:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner Thomas Frieling ärgert die aktuelle Parksituation in der Heimstraße, die aufgrund des Regenrückehaltebeckens chaotisch ist.

Anwohner Thomas Frieling ärgert die aktuelle Parksituation in der Heimstraße, die aufgrund des Regenrückehaltebeckens chaotisch ist.

Stellvertretend für mehrere Nachbarn hat sich Heimstraßen-Anwohner Thomas Frieling aus diesem Grund Hilfe suchend an den Bürgerbeauftragten Volker Hilgenstock gewandt. Sein Ziel: Ausweisung der Heimstraße als „Anlieger-frei-Straße“ sowie stärkere Ordnungsamtskontrollen im Hinblick auf die Anleinpflicht. Die Überweisung dieses Anliegens an den Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung endete für den Ickerner allerdings vorerst mit einer ernüchternden Erkenntnis.

Keine ausgewiesenen Parkplätze vorgesehen

Nicht nur, dass die Ordnungsamtsmitarbeiter Gunther Gabka und Achim Waldert das Anliegen mit Hinweis auf die Rechtslage schroff zurückwiesen. Auch der Sprecher der Emschergenossenschaft, Ilias Abawi, zeigte im Gespräch mit dieser Redaktion zwar Verständnis, aber keinerlei Einlenken. „Es ist in der Tat so, dass wir die Problematik haben, dass wir keinerlei offizielle Parkplätze ausweisen können und das auch künftig nicht vorsehen“, sagte er.

Es handele sich in erster Linie um eine Hochwasserschutzanlage. Als Naherholungsareal sei es im Wesentlichen für die Leute gedacht, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß dorthin kämen. Allerdings könne man der Stadt Flächen für einen Parkplatzbau anbieten.

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Auch einen Parkausweis soll es nicht geben

Gabka und Waldert hatten zuvor erklärt, dass ein „Anlieger-frei-Schild“ ebenso wenig infrage komme wie eine Anwohnerparkregelung. Ersteres erlaube jedem, der ein berechtigtes Interesse habe, dort hereinzufahren, es auch zu tun. „Das ist nicht zu kontrollieren“, sagte Gabka.

Waldert wies den Vorschlag von Marlies Graeber (CDU) und Ursula Mintrop-Werkle nach Anwohnerparkausweisen zurück. „Das gibt es nur für ein komplettes Viertel und nicht für einen Straßenabschnitt“, sagte er. Im Übrigen seien 600 Meter Fußweg zum Haus zumutbar.

Lediglich der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt zeigte Einsicht: „Im Hinblick auf die Ausstellung Emscherkunst kann die Situation so nicht bleiben“, stellte er klar.

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