Ärger um Kopfsteinpflaster auf dem Altstadtmarkt

Kritik an Vorschlag

Macht nicht gerade ein Kopfsteinpflaster eine Altstadt aus? "Ohne sein Basaltpflaster verliert der Altstadtmarkt seinen Charme", sagt zumindest Manfred Postel von der Freien Wähler Initiative. Er kritisiert damit den "jüngsten Alleingang" von Bürgermeister Johannes Beisenherz.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 14.11.2013, 07:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
So bröckelig ist das Marktplatzpflaster. "Welche Sanierung kann sich die Stadt leisten?", lautet die Frage.

So bröckelig ist das Marktplatzpflaster. "Welche Sanierung kann sich die Stadt leisten?", lautet die Frage.

Hintergrund
"Strukturasphalt" ist kein Fachbegriff. Gemeint ist laut dem Technischen Beigeordneten Heiko Dobrindt ein Asphalt, der "durch Einleger geprägt" wird und dann so aussehen soll, als wären Steine verlegt worden.
250.000 Euro will die Stadt für die Sanierung der Parkplatzfläche ausgeben.
Die Tragfähigkeit des Belags soll so gut sein, dass eine Kirmes weiter möglich ist.

"Wenn man da sterilen Strukturasphalt aufbringt, was ist dann noch Altstadt?", fragt hingegen Postel, Vorsitzender der FWI. Im Gespräch mit unserer Redaktion konnte er sich am Mittwoch nicht vorstellen, dass "durch Asphalt eine Attraktivitätssteigerung" für die Altstadt erzielt werde. Und darum soll es doch bei der gesamten Neugestaltung des Marktplatzes gehen. Nach bisher bekannten Überlegungen soll die Fläche rund um den Reiterbrunnen umgestaltet werden, die Seite von Florales & Design Göbel soll zu einem Boulevard ausgebildet und es soll ein schöner Übergang zur Bushaltestelle und zum Bürgerhaus an der Leonhardstraße geschaffen werden. „Wie genau das alles aussehen soll, wissen wir nicht. Ob mit einem Strukturasphalt im Kernbereich am Ende ein homogenes Gesamtbild entsteht, ist die große Frage. Wir müssten mal ein Konzept vorgestellt bekommen“, sagt Manfred Postel.

Skepsis gegenüber der Strukturasphalt-Lösung des Bürgermeisters gibt es auch bei der CDU. Ratsmitglied Oliver Lind hält gar nichts von dem beschönigenden Begriff. „Strukturasphalt ist ein Euphemismus für besonders hässlichen Asphalt“, sagt er. Der Bürgermeister denkt ans Geld und erklärt: „Die Frage ist: Was können wir uns erlauben?“ Eine Sanierung sei überfällig. „Wir müssen entweder etwas tun oder Teile des Marktplatzes aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht sperren“, sagt Beisenherz.   

Hintergrund
"Strukturasphalt" ist kein Fachbegriff. Gemeint ist laut dem Technischen Beigeordneten Heiko Dobrindt ein Asphalt, der "durch Einleger geprägt" wird und dann so aussehen soll, als wären Steine verlegt worden.
250.000 Euro will die Stadt für die Sanierung der Parkplatzfläche ausgeben.
Die Tragfähigkeit des Belags soll so gut sein, dass eine Kirmes weiter möglich ist.

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