Allgäu-Orient-Rallye führt Castroper nach Georgien

Änderung der Reiseroute

Vier Unterstützer der Castrop-Rauxeler Stiftung "Menschen in Not" nehmen in diesem Jahr an der Allgäu-Orient-Rallye teil. Die führt normalerweise durch kurdische Gebiete bis in den Iran. Wegen der unsicheren politischen Lage vor Ort wurde jedoch jetzt umgeplant.

CASTROP-RAUXEL

, 30.03.2016, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

In knapp einem Monat startet die diesjährige Auflage der „Allgäu-Orient-Rallye“. Mit dabei sind vier Unterstützer der Castrop-Rauxeler-Stiftung „Menschen in Not“. Ursprünglich sollte die Rallye das Quartett ab Samstag, 30. April, bis in die iranische Hauptstadt Teheran führen. Nun wurde das Ziel wegen der heiklen politischen Lage im Nahen Osten aber geändert: Es geht nach Georgien.

"Wir freuen uns auf Georgien"

Die Fahrt durch die kurdischen Gebiete bis hin in den Iran hat das Organisationskomitee der Rallye Mitte März als zu gefährlich eingestuft. Das Castrop-Rauxeler „Team 75 Glück Auf“ um Hendrik Magnusson, Sarah Winkelmann, Andre Leopold und Robin Krumm muss sich nun mit einer neuen Route befassen. Magnusson erklärt: „Wir bedauern sehr, das iranische Volk und sein wunderschönes Land auf dieser Tour nicht kennen lernen zu können. Gleichzeitig freuen wir uns auf ein für uns alle unbekanntes Land Georgien.“

Bis Tiflis im Benz

Die Streckenwahl liegt bei jedem Team selbst, sodass für die Castroper nun einiges an Detail-Planung ansteht. Die ersten drei Tage der Rallye haben sie fest geplant. Vom Startort Oberstaufen in Bayern geht es mit den zwei Mercedes-Benz (E430, 200TE) über 2570 Kilometer bis nach Istanbul in der Türkei.

Auf dem Weg werden die Länder Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien und auch ein kleiner griechischer Abschnitt durchfahren. Dann soll es über die Nordtürkei weiter bis in die georgische Hauptstadt Tiflis gehen. Die weitere Route dafür steht noch nicht ganz fest.

Ein handelsüblicher Routenplaner, so haben wir es in der Redaktion ausprobiert, gibt als Strecke bis nach Tiflis eine Route von 4184 Kilometern an, die bei Non-Stop-Fahrt in zwei Tagen und einer Stunde zu schaffen sein sollen. Vielleicht nicht ganz der Wirklichkeit entsprechend, macht es doch die Dimension des Vorhabens deutlich. Bei der Rallye dürfen laut Regeln im Übrigen nur 666 Kilometer am Tag zurückgelegt werden.

Drei Rosenstöcke aus jeder Heimatstadt

Die Autos dafür sind so gut wie startbereit. Magnusson berichtet: „Leider ist bei einem der Kühler kaputt gegangen, das muss noch repariert werden. Ansonsten fehlen jetzt nur noch die Aufkleber und die Folien.“

Bei der Rallye müssen auch verschiedene Aufgaben erfüllt werden. So will das „Team 75 Glück auf“ Hilfsgüter der Stiftung „Menschen in Not“ zu einem Kinderheim in die rumänische Stadt Miercurea Ciuc transportieren. Zudem hat das Rallye-Organisationsteam am Mittwoch noch eine neue Aufgabe bekannt gegeben. Die Fahrer-Teams sollen jeweils drei Rosenstöcke aus ihrer Heimatstadt mitbringen, die dann in sogenannte Friedensgärten in Istanbul und Tiflis gepflanzt werden sollen. 

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