Nach langem Anlauf: Altstadtring wird im Frühjahr 2021 komplett saniert

mlzVerkehr

Lange war es angekündigt, nun wird es realisiert: Der Altstadtring wird saniert. Allerdings müssen Auto- und Radfahrer darauf bis zum Frühling warten. Dann aber gibt es ein Komplettprogramm.

Castrop-Rauxel

, 22.10.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tiefe Bodenwellen im Asphalt, gefährliche Einmündungen und Abzweige für Radfahrer, marodes Pflaster auf dem Fahrradweg – seit Jahren ist es für Autofahrer und Radfahrer kein Vergnügen, sich auf dem Altstadtring zwischen Engelsburgplatz und Bochumer Straße fortzubewegen. Damit ist bald Schluss. Im Frühjahr nächsten Jahres soll mit der Sanierung der wichtigen Nord-Süd-Verbindung begonnen werden.

Bodenwellen und maroder Radweg

Ein gefährlicher Brennpunkt ist der Kreuzungsbereich Altstadtring/Bochumer Straße/Karlstraße. Tiefe Spurrillen und Bodenwellen, bedingt durch den starken Verkehr, behindern den Auto- und Radverkehr. Autofahrer werden kräftig durchgeschüttelt, Radfahrer steigen aus Sicherheitsgründen besser ab.

Dem Landesbetrieb Straßen.NRW ist das Problem bekannt. Nadja Leihs, Pressesprecherin der Regionalniederlassung Ruhr, erklärt: „Leider wird der Zustand erst einmal so bleiben. Unsere zuständige Straßenmeisterei behält den Kreuzungsbereich im Blick und macht regelmäßig Kontrollfahrten. Sollte sich der Asphalt weiter verschlechtern, müssten Verkehrs- oder Warnschilder aufgestellt werden.“

Den Radweg am Altstadtring müssen sich Radfahrer und Fußgänger teilen.

Den Radweg am Altstadtring müssen sich Radfahrer und Fußgänger teilen. © Dieter Düwel

Will man die Castroper Altstadt mit dem Rad umgehen, ist man auf den Altstadtring angewiesen. Der befindet sich aber in einem katastrophalen Zustand, wie wir bereits in unserem großen Radwegetest im letzten Jahr feststellten. Radfahrer teilen sich einen gepflasterten Bürgersteig mit Fußgängern, die Markierungen sind verblasst oder gänzlich verschwunden, das Pflaster weist erhebliche Risse auf.

Sanierung des Altstadtrings im Frühjahr

Die komplette Sanierung des Altstadtrings soll bald Abhilfe schaffen, wie Nadia Leihs in Aussicht stellt: „Wir wollen im nächsten Jahr den Altstadtring sanieren vom Engelsburgplatz bis zur Bochumer Straße und weiter bis zur Karlstraße 88.“

Das sind etwa zwei Kilometer und darunter fällt dann auch der ganze Kreuzungsbereich mit der Bochumer Straße. Man sei im Moment dabei, sich mit der Stadt Castrop-Rauxel abzustimmen und die Bauplanung vorzubereiten.

Erhebliche Bodenwellen im Kreuzungsbereich Altstadtring/Bochumer Straße machen Autofahrern und Radlern zu schaffen.

Erhebliche Bodenwellen im Kreuzungsbereich Altstadtring/Bochumer Straße machen Autofahrern und Radlern zu schaffen. © Dieter Düwel

„Es wird auf jeden Fall mit Hochdruck an der Planung gearbeitet und wir hoffen, dass im Frühjahr 2021 mit der Sanierung begonnen werden kann.“ Leihs weist darauf hin, dass die Anlage eines sicheren Radwegs im Bereich des Altstadtrings wesentlicher Bestandteil der Planung ist: „Darüber befinden wir uns in Gesprächen mit der Stadt, die uns ihre Änderungswünsche vorlegen wird.“

Umfangreiche Baumaßnahme

Michael Werner, Vorstand des Stadtbetriebs EUV, bestätigt die Bedeutung eines sicheren Radwegs am Altstadtring: „Der Ring ist ja eine Hauptverbindungsachse und muss den Radfahrern Sicherheit bieten. Unser städtischer Verkehrsplaner André Sternemann macht sich jetzt Gedanken über die entscheidenden Kriterien eines sicheren Radwegs, wie zum Beispiel Einmündungen oder Knotenpunkte, und bringt das zu Papier. Das wird dann mit Straßen.NRW abgestimmt und letztlich auch umgesetzt.“

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Dabei werde auf keinen Fall ein einfacher Schutzstreifen aufgetragen. „Man muss bedenken, dass da auch viele Autos und Busse fahren. Dem Radfahrer muss ein notwendiger Schutz gegeben werden, damit er diese Strecke sicher und komfortabel befahren kann, ganz im Sinne des Nahmobilitätskonzepts der Stadt“, so Werner.

Bushaltestellen und Beleuchtung

Der EUV-Vorstand betont, dass es sich bei der Sanierung des Altstadtrings um eine umfangreiche Baumaßnahme handeln wird: „Neben der Anlage des Radwegs wollen wir unsere sechs Bushaltestellen barrierefrei ausbauen, was auch mit dem Radverkehr koordiniert wird. Außerdem ist es unser Ziel, die Hochkette abzunehmen und andere Beleuchtungsanlagen mit LED-Licht anzubringen. Das Brückenbauwerk über die Bahnstrecke gehört ebenfalls zur Planung der Sanierung.“

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