Spielplatz-Glück: „Die wären am liebsten schon in der Nacht losgelaufen“

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Es ist Tag 1, an dem Spielplätze wieder geöffnet sind. Viele junge Castrop-Rauxeler Familien nutzen die Gelegenheit, die Kinder laufen zu lassen. Aber bei weitem (noch) nicht zu viele.

Castrop-Rauxel

, 08.05.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum ersten Mal seit Wochen dürfen seit Donnerstag (7.5.) die Spielplätze in Castrop-Rauxel wieder betreten werden. Dazu gab es Sonnenschein und 20 Grad Temperatur - Bilderbuchwetter für einen Spielplatzbesuch. Und was war los?

Auf dem Spielplatz am Grutholz in Deininghausen toben die Kinder ausgelassen herum. Tanja Backes-Gende ist froh, mit ihren Zwillingen Dana und Jill wieder dort sein zu dürfen. „Die Kinder wollen was anderes sehen“, sagt sie, „es ist das erste Mal seit fast acht Wochen. Das ist schön für die Kinder.“

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Spielplätze in Castrop-Rauxel sind wieder geöffnet

Die Spielplätze in Castrop-Rauxel sind wieder geöffnet. Kinder und Eltern nutzen das Bilderbuchwetter am Donnerstag. Ein Ansturm blieb aber aus.
07.05.2020
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Zum ersten Mal seit Wochen durften die Spielplätze in Castrop-Rauxel wieder öffnen. Kinder und Eltern erfreuten sich daran bei bestem Wetter. Hier der Grutholz-Spielplatz in Deininghausen.© Christian Püls
Die Zwillinge Dana und Jill spielten im Grutholz auf der Wippe.© Christian Püls
Jenna, Alina und der kleine Dean genossen die Zeit auf dem Grutholz-Spielplatz.© Christian Püls
Nic, Lia und Pia spielten im weißen Sand an den Aapwiesen in Ickern.© Christian Püls
Natasha Ratajczak mit Liam und Emilia. Der Spielplatz an den Aapwiesen war gut besucht, aber nicht überfüllt.© Christian Püls
Liz Noje (links) und Kaya Gröne mit ihren Kindern. Auch der Spielplatz an der Grundschule Alter Garten war wieder geöffnet. © Christian Püls

Sogar mit den Abstandsregeln klappt es hier. Ein paar Meter weiter, auf der nächsten Bank, sitzen Vanessa Deus und Diana Burczik. Sie sind mit drei Kindern hier. „Die Kinder waren in den vergangenen Wochen nicht ausgelastet, die wollen rumspringen“, sagt Vanessa Deus, „aber sie halten sich von den anderen Kindern fern und spielen untereinander.“

Der eigene Garten war „ausgelutscht“

Auf dem großen und beliebten Spielplatz an den Aapwiesen in Ickern sind die Besucherzahlen überschaubar. Jennifer Ratajczak sitzt auf der Bank am Eingang. Ihre Kinder, Nic und Lia, sowie ihre Nichte Pia spielen im weißen Sand. „Wir haben zwar einen eigenen Garten, aber der war nach der ganzen Zeit ausgelutscht“, erklärt Jennifer Ratajczak. „Es ist gerade schön ruhig hier, wir haben vorher extra aus dem Fenster geschaut, ob es hier nicht überfüllt ist.“ Sie wohnen nebenan. Sonst wären sie nicht auf den Spielplatz gegangen.

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Einige Meter weiter spielen Liam und Emilia. Natasha Ratajczak sitzt im Schatten und sieht zu. „Die Kinder waren nur noch am Nörgeln“, erzählt sie. Nun dürfe sie endlich nachgeben: „Es konnte den Kindern nicht schnell genug gehen, als wir uns auf den Weg gemacht haben“, erzählt sie. Sie hatte gefürchtet, vor dem Spielplatz Schlange stehen zu müssen. „Warten wir mal das Wochenende ab, dann wird es bestimmt voller“, glaubt Natasha Ratajczak.

Sie wollen nun täglich wieder kommen

Auf dem Spielplatz an der Grundschule Alter Garten in Henrichenburg sind die Kinder auch ausgelassen. „Die Kinder wollten raus“, sagt Liz Noje, „die wären am liebsten schon in der Nacht losgelaufen.“ Sie will nun täglich mit ihren Kindern auf den Spielplatz gehen. Vater Kaya Gröne sagt: „Endlich gibt es wieder was für die Kinder, in den letzten Wochen ging es immer nur um die Erwachsenen. Jetzt ist man um jeden Moment froh, dass die Kinder wieder hier draußen spielen können.“

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