Amprion will in Pöppinghausen jetzt die Stromtrassen vermessen

mlz380-Kilovolt-Trasse

Die Amprion GmbH plant bekanntlich den Anschluss des Umspannwerkes in Pöppinghausen an die 380-Kilovolt-Spannungsebene. Für die umstrittenen Pläne beginnen jetzt bald Vermessungsarbeiten.

Pöppinghausen

, 14.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Firma Amprion beabsichtigt bekanntlich seit Jahren, das Umspannwerk in Pöppinghausen aufzurüsten. Damit verbunden ist ein Ausbau von bestehenden Startstrom-Trassen, die zum Teil über bebautes Gebiet in dem Ortsteil verlaufen.

Dagegen formiert sich Widerstand.

Hintergrund: Das Umspannwerk in Pöppinghausen soll von 220 Kilovolt (kV) auf 380 kV aufgerüstet werden soll. Im Zuge der Energiewende soll das niedrigere Spannungsnetz abgebaut und das höhere Spannungsnetz ausgebaut werden. Hinzu kommt, dass in der Region spannungstabilisierende Kraftwerke, wie zum Beispiel Knepper C, abgeschaltet wurden. Die Aufrüstung auf das Hochvoltnetz soll laut Amprion die Versorgungssicherheit in Zukunft gewährleisten.

Diese Pläne sind bei den Menschen in Pöppinghausen seit Jahren umstritten.

Vermessungsarbeiten beginnen im Mai

Im neuen Amtsblatt der Stadt heißt es dazu: „Um unsere Planungen zu präzisieren und die Erstellung der Unterlagen für das sich anschließende Genehmigungsverfahren fortzuführen, müssen Vermessungsarbeiten durchgeführt werden. Dazu ist eine Inanspruchnahme der aufgeführten Flurstücke erforderlich.“

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Vorgesehen ist die Vermessung der topographischen Gegebenheiten. Die Vermessung erfolgt durch einen Messtrupp, vorzugsweise mit einem sogenannten globalen Navigationssatellitensystem (GNSS-System), das Lage und Höhe von Geländepunkten durch Auswertung von Satellitensignalen bestimmt.

Flurschäden sollen ausgeschlossen sein

Um die Vermessungsarbeiten durchführen zu können, so heißt es weiter, sei es erforderlich, Grundstücke sowie forst- und landwirtschaftliche Wege zu betreten. Die zur Vermessung vorgesehenen Flächen würden dabei nur „fußläufig“ betreten, so dass keine Flurschäden zu erwarten seien, so Amprion. Die Arbeiten seien in der Regel innerhalb eines Tages an den jeweiligen Stellen abgeschlossen.

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Gegebenenfalls aber müssten je nach Witterung und vermessungstechnischem Aufwand Flurstücke mehrmals an verschiedenen Tagen betreten werden.

Die Maßnahmen erfolgen auf Grundlage des § 44 EnWG (Energiewirtschaftsgesetzes). Laut Amtsblatt handele es sich um Vorarbeiten, die der Vorbereitung der Planung dienen. Wörtlich heißt es: „Sie müssen vom Eigentümer und sonstigem Nutzungsberechtigten geduldet werden.“

Diese Flurstücke sind betroffen

Frühester Beginn der Vermessungsarbeiten ist Montag, 4. Mai 2020. Die Arbeiten werden voraussichtlich am Dienstag, 30. Juni, abgeschlossen sein.

Folgende Flurstücke fallen in das Vermessungsgebiet:

In der Gemarkung Pöppinghausen sind in Flur 1 die Flurstücke 29, 30, 31, 32, 65, 71, 74, 75, 76, 78, 97, 135, 161, 162, 166, 167 und 168 betroffen, in Flur 2 das Flurstück 169.

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