An der Bergstraße schafft ein Bagger Platz für neue Pläne

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Das Haus an der Bergstraße 31, seit vielen Jahren ein Dauerbrenner unter den Gammelhäusern, wird seit dem 11. August abgerissen. Architekt Burkhard Sibbe erklärt, was dort geplant ist.

Dorf Rauxel

, 11.08.2020, 15:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dienstagmorgen, 11. August 2020: Für die Anwohner der Bergstraße in Dorf-Rauxel womöglich ein fast historisches Datum: Der Abbruchbagger versieht tatsächlich seinen Dienst an der runtergekommenen Immobilie, – oder besser gesagt Ruine – die zumindest den Nachbarn, aber auch der Stadt, seit vielen Jahren ein Dorn im Auge ist.

Abbrucharbeiten an der Bergstraße 31: Architekt Burkhard Sibbe plant hier ein Acht-Parteien-Haus.

Abbrucharbeiten an der Bergstraße 31: Architekt Burkhard Sibbe plant hier ein Acht-Parteien-Haus. © Schlehenkamp

Die Halteverbotsschilder vor dem alten Gebäude und gegenüber stehen schon einige Tage. Seit Montagmorgen ist die Straße in Höhe der Baustelle mit Baken abgesperrt und nur einspurig befahrbar. „Drei Wochen etwa wird es dauern, bis alles weggeräumt ist“, sagt der Architekt Burkhard Sibbe, der auch Bauherr des Neubau-Projektes ist, im Gespräch mit unserer Redaktion vor Ort.

Das Haus gehörte ursprünglich auch mal der GeWo

Übernommen hatte Sibbe, ein gebürtiger Castrop-Rauxeler, den es aber schon vor vielen Jahren nach Hattingen verschlagen hat, das Gebäude seinerzeit von der Gesellschaft für Wohnungs- und Städtebau (GeWo). Zwölf Jahre ist das her.

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Abriss der Schrott-Immobilie an der Bergstraße in Castrop-Rauxel

Warum wird es ausgerechnet jetzt abgerissen? Zu einem Zeitpunkt, als Politik und Stadt ausführlich auf die Gammelhäuser in Castrop-Rauxel schauen? Gab es da etwa sanften Druck? „Ich habe immer Kontakt zur Stadt gehabt“, sagt Burkhard Sibbe. Schließlich gehe es hier ja auch um die Verkehrssicherungspflicht, für die er habe Sorge tragen müssen.

„Zeit für den Abriss“ sagt Burkhard Sibbe

Also warum jetzt, nachdem die CDU das Thema im Wahlkampf auf den Schild gehoben hatte? „Es wird halt Zeit“, antwortet der 60-Jährige. So, wie alles seine Zeit brauche. Auch der Abriss eben, die Gebäudeteile könnten vielleicht Ende dieser Woche gefallen sein. Erstmal fraß sich der Bagger am Dienstag durch die ehemalige Garage oder was man dafür hielt.

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Die alten Pläne für einen Neubau an diesem durchaus attraktiven Standort in der Nähe des Goldschmieding Waldes jedenfalls sind obsolet. Genauso Geschichte etwa, wie die Feuerwehr-Übung vor rund vier Jahren ausgerechnet an dieser Ecke der Bergstraße. Im September, schätzt der Hattinger, wolle er das Gespräch mit der Bauverwaltung im Rathaus suchen.

Miethaus für acht Parteien ist in der Planungsphase

Auf dem knapp 1000 Quadratmeter großen Grundstück soll ein Miethaus entstehen mit Platz für acht Parteien. Zum Parken soll es in den Keller gehen, entstehen sollen Parterre und 1. Obergeschoss als Vollgeschosse, obendrauf kommt auch noch mal Wohnraum, aber eben nicht in Vollgeschosshöhe. Das Ganze muss ja auch in die Gegend passen.

Wasser marsch, damit es nicht so staubt bei den Abbrucharbeiten an der Bergstraße

Wasser marsch, damit es nicht so staubt bei den Abbrucharbeiten an der Bergstraße © Schlehenkamp

Und damit die Abbrucharbeiten für die Anwohner möglichst akzeptabel verlaufen, ist der nächste Wasserhydrant angezapft. Das Wasser soll natürlich die Staubentwicklung minimieren. Am heißen 11. August klappte das schon mal gut.

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