An der Westheide wächst auch violetter Spargel

Trend auf dem heimischen Markt

In der bald beginnenden Spargel-Saison kommt eine neue Sorte auf den heimischen Markt: violetter Spargel. Regina Haumann-Jörgens, Ehefrau von Landwirt Alexander Haumann in Frohlinde, baut an der Westheide in Dingen neben dem „normalen“ weißen Spargel eben auch jenen violetten an - und erklärt den Unterschied.

CASTROP-RAUXEL

, 14.04.2016, 04:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Regina Haumann-Jörgens erntet an der Westheide in Dingen weißen und violetten Spargel. Ab dem Wochenende soll mit der Ernte begonnen werden.

Regina Haumann-Jörgens erntet an der Westheide in Dingen weißen und violetten Spargel. Ab dem Wochenende soll mit der Ernte begonnen werden.

In unmittelbarer Nähe des Sportplatzes an der Westheide reift der Spargel auf einem ein Hektar großen Feld. Im Jahr 2014 wurde dieser gepflanzt. Das Jahr 2015 war ein Kontrolljahr, in dem lediglich Probestiche vorgenommen wurden.

Jetzt, im Jahr 2016, erfolgt die erste Ernte. Während der weiße Spargel bereits kurz vor der Ernte steht und ab dem kommenden Wochenende beziehungsweise Anfang nächster Woche verkauft werden soll, lässt der violette Spargel noch etwas auf sich warten.

Wo liegt der Unterschied?

Doch inwiefern unterscheidet sich der violette vom weißen Spargel? Die studierte Agrar-Ingenieurin Regina Haumann-Jörgens, die ihre Bachelorarbeit über die maschinelle Spargelernte schrieb, erklärt die Unterschiede: „Der violette Spargel ist eigentlich der perfekte Salatspargel, da man diesen auch roh essen kann. Er ist zarter als der weiße.“ Während der weiße Spargel unterirdisch in Erddämmen wächst und erst bei der Ernte das Sonnenlicht erblickt, wächst der violette Spargel aus dem Boden heraus. Sobald der Kopf einige Zentimenter aus der Erde ragt, kann dieser geerntet werden.

Zwar betreiben die Eheleute Haumann ihren Hof, bei dem der Schwerpunkt des Betriebs auf der Schweinemast liegt, in Frohlinde, doch dort konnte kein Spargel angebaut werden. „In Frohlinde ist der Boden schwer, dadurch würde der Spargel krumm werden. Je leichter der Boden, desto besser“, sagt Haumann-Jörgens. Daher fiel die Wahl auf die Westheide.

Vier bis fünf Tonnen Spargel in der Saison

Mit vier bis fünf Tonnen Spargel rechnet die 31-jährige Agrar-Ingenieurin bei der Ernte in der gesamten Spargel-Saison, die am 24. Juni, dem Johannistag, endet. An diesem Tag endet die Ernte, damit der Spargel genügend Kraft sammeln kann, bevor der Frost kommt und damit im kommenden Jahr wieder austreiben und neue Stangen bilden kann.

Über den Preis konnte Regina Haumann-Jörgens noch keine Auskunft geben. Allerdings werden sich die Spargelliebhaber auf einen höheren Preis einstellen müssen. „Auch wir sind vom Mindestlohn betroffen und bezahlen unsere Erntehelfer gar über den festgesetzten Tarif“, erklärt der 33-jährige Landwirt Alexander Haumann. Joachim Rukwied, Präsident des Bauernverbands, rechnet mit einer Erhöhung von 30 bis 50 Cent pro Kilogramm.

Insgesamt vier Betriebe in Castrop-Rauxel bieten Spargel an.
Der „Castroper Spargel“ von Regina Haumann-Jörgens wird an Verkaufsständen bei Blumen Hiddemann in Frohlinde (Hubertusstraße 6) sowie bei der Gärtnerei Drippe in Castrop (Herner Straße 150) verkauft.
In Henrichenburg gibt es Spargel bei Hof Sanders an der Hebewerkstraße 73 sowie am Hof Klöcker an der Hebewerkstraße 119.
Landwirt Jan Menken verkauft in seinem Hofladen an der Oststraße 153 in Deininghausen Spargel.

 

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