Ausgebüxte Schlange ist eingefangen worden

Boa geht es gut

Die Boa constrictor, die in Ickern ausgerissen war, ist wieder eingefangen: Das meldet die Stadt Castrop-Rauxel auf ihrem Facebook-Auftritt. Dem Tier gehe es gesundheitlich gut. Seit dem 1. September war die Boa unterwegs, nachdem sie ihrem Besitzer im Garten ausgebüxt war. Gefunden wurde sie ganz in der Nähe.

ICKERN

, 10.09.2014, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sieht eine Boa constrictor aus. Die in Castrop-Rauxel entflohene Schlange war 1,20 Meter lang.

So sieht eine Boa constrictor aus. Die in Castrop-Rauxel entflohene Schlange war 1,20 Meter lang.

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Gefunden wurde die Schlange von einem Anwohner in einem Garten zwischen Damaschkestraße und Heimstraße. Auf einem Grundstück ganz in der Nähe war sie auch ausgerissen. Der Besitzer hat laut Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann keine Strafe zu befürchten.

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Auch den Polizei-Einsatz am 1. September, dem Tag, an dem die Schlange ausgebüxt war, müsse er wohl nicht bezahlen. Sollte allerdings jemand beim Umweltministerium Beschwerde einlegen, weil er sich durch die Schlange gefährdet gefühlt hat, droht dem Besitzer ein Bußgeld bis zu 1000 Euro.

Inzwischen hat sich auch das Umweltministerium des Landes zu der in Ickern entflohenen Schlange geäußert. Die NRW-Landesregierung bereitet derzeit einen Gesetzesentwurf vor, der die Haltung von exotischen Tieren strenger reglementieren soll. "Der Vorfall bestätigt uns in unserem Vorgehen. Wildlebende Tiere und giftige Exoten gehören nicht in die Wohnzimmer unseres dicht besiedelten Bundeslandes. Ein Gesetz soll hier Klarheit bringen und eine Rechtslücke schließen", sagte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel angesprochen auf die entflohene Boa.

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Ausgebüxte Schlangen in Nordrhein-Westfalen

Eine ausgebüxte Boa Constrictor ist in Castrop-Rauxel wieder eingefangen worden - sehr zur Beruhigung der Anwohner. Es ist kein Einzelfall: In Nordrhein-Westfalen kommt es immer wieder zu kuriosen Schlangenfunden. In den meisten Fällen kamen Polizei und Feuerwehr zum Einsatz.
10.09.2014
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Das geplante Gesetz und die Verordnung sollen zwei Aspekte regeln: Giftige und besonders gefährliche Exoten sollen grundsätzlich verboten werden. Für die zweite Kategorie, die gefährlichen Tierarten, will das Land eine Anzeigepflicht einführen. "Dadurch werden wir erstmalig in NRW eine Übersicht erhalten, welche gefährlichen Tierarten wo gehalten werden. Das erleichtert den Behörden die Arbeit und wir können Fehlentwicklungen entgegenwirken", sagte Remmel.

Die Schlange hatte Ickern fast zehn Tage lang unsicher gemacht. Nachdem sie ihrem Besitzer ausgebüxt war - angeblich hatte sie das Geräusch eines Rasenmähers erschreckt -, hatten die Behörden vergeblich nach dem Tier gesucht.  

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