Ausgezeichnete Schutzengel

ICKERN Wann immer der Aids-Truck des Missio-Hilfswerks auf dem Ickerner Markt hält, ist klar: Hier wird nicht nur geredet, sondern gehandelt und Aufklärungsarbeit geleistet. Und das wurde jetzt auch belohnt.

von Von Julia Grunschel

, 13.01.2008, 15:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Aids-Truck machte wiederholt Station in der Ickerner Gemeinde.

Der Aids-Truck machte wiederholt Station in der Ickerner Gemeinde.

Da sich seit dem Jahr 2005 verschiedene Gruppen der St.-Antonius-Gemeinde verstärkt für die Aktion "Schutzengel - Aids und Kinder" einsetzen" und sich mit HIV/Aids in Afrika und Sextourismus auseinander setzen, verlieh das Missio-Werk der Gemeinde gestern seine Schutzengelmedaille. "Hervorzuheben ist hier die intensive Arbeit zwischen Schulen und Pfarrgemeinde", lobte Diözesanreferent Christian Wütig, der in Ickern eng mit Pater Jan Soroka zusammen arbeitet. In der Begründung für die Auszeichnung wird positiv erwähnt, dass viele Veranstaltungen im Pfarrheim stattfinden. Weiter heißt es: "Viele Mitglieder der Pfarrei sind so durch ihr Engagement zu Schutzengeln für bedrohte Kinder geworden."

Nach 20 Jharen Abschied für Ursula Blaß

Die Missio-Auszeichnung war aber nicht das Einzige, das in der Messe und beim Neujahrsempfang im Pfarrheim gefeiert wurde. Nach 20 Jahren hat sich Pfarrsekretärin Ursula Blaß zum Jahreswechsel in den Ruhestand verabschiedet. Seit 1987 hat die 61-Jährige im Sekretariat die Stellung gehalten - zuletzt vier Mal pro Woche vormittags. Eigentlich ist die gebürtige Ickernerin Kauffrau für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Aber als es Anfang der 80-er Jahre zu Engpässen im Sekretariat kam, half die damalige Tischmutter in der Kommunionvorbereitung im Büro aus. "Schließlich habe ich das gelernt", so die 61-Jährige. Als dann die eigenen drei Kinder größer wurden, übernahm Ursula Blaß die Sekretärinnenstelle 1987.

Lachendes und weinendes Auge

"Jetzt gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge - schließlich habe ich viel mit der Gemeinde und ihren Mitgliedern erlebt", sagt sie. Die tiefe Verbundenheit wird auch im Ruhestand trotz vermehrter Reisepläne nicht abreißen. Ursula Blaß ist weiterhin im Pfarrgemeinderat tätig. "Und die passiven Mitgliedschaften bei der Gemeindecaritas und der Frauengemeinschaft werden sicherlich mit der Zeit aktive", kündigt sie an.

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