AWO-Kita in Dingen schließt im Sommer

Nur neun Anmeldungen

Die Elternproteste des vergangenen Jahres waren vergebliche Liebesmüh: Der eingruppige AWo-Kindergarten an der Westheide in Dingen schließt jetzt doch schon nach dem laufenden Kindergartenjahr und nicht erst im Sommer 2017. Die Kinder und das Personal ziehen nach Deininghausen.

DINGEN

, 27.04.2016, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kindergarteneltern Timo und Kim Dörffer sind enttäuscht von der Schließung.

Kindergarteneltern Timo und Kim Dörffer sind enttäuscht von der Schließung.

Die Verkürzung der erst Ende vergangenen Jahres von der Politik gebilligten „Galgenfrist“ wurde am Mittwochnachmittag auf einer kurzfristig einberufenen Elterninformationsveranstaltung von leitenden Vertretern des Trägers sowie des Jugendamtes verkündet.

"Nicht mehr pädagogisch sinnvoll"

„Die Kita Dingen kann 2016/17 nicht mehr pädagogisch sinnvoll betrieben werden“, stellte Oliver Mau von der Geschäftsleitung der AWo Münsterland/Recklinghausen fest. Der Grund: Die Zahl der erwarteten 15 Kinder im Kindergartenjahr 2016/17 ist nach mehreren Abmeldungen auf nur noch neun geschrumpft.

Offenbar war vielen Dingener Eltern die Lage im Heimatortsteil zu unsicher. Von potenziell 23 Dingener Kindern zwischen drei und sechs war nur eine Minderheit angemeldet. Dass der Hauptgrund dafür das fehlende 45-Stunden-Angebot ist, wies Bereichsleiterin Regina Kleff gestern zurück: „Das Argument greift nicht. Auch mit der Höchststundenzahl hätten wir nur elf Kinder gehabt“, versicherte sie.

Kinder und Personal ziehen um

„Abschiedszückerchen“ für die Eltern: Sämtliche neun Kinder plus Personal werden von der benachbarten AWo-Kita Deininghausen übernommen, die Vorschulkinder dürfen zusammen bleiben. Nachteil: Die Kita Deininghausen wird damit stark überbelegt.

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