„Starker Geruch und unhygienisch“: Awo lästert über Masken-Bastel-Set

Coronavirus

Die Mund-Nase-Schutzmasken, die Minister Joachim Stamp für Einrichtungen wie Kitas in Nordrhein-Westfalen verteilt, stoßen nicht überall auf freudige Abnehmer. Die Awo fühlt sich belustigt.

Castrop-Rauxel

, 10.06.2020, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das ist der Masken-Bausatz, über den sich die Awo wundert. Sie hat dieser Form der Hilfe von der Landesregierung nun abgelehnt.

Das ist der Masken-Bausatz, über den sich die Awo wundert. Sie hat dieser Form der Hilfe von der Landesregierung nun abgelehnt. © Oliver Volmerich

Angekündigt war die Lieferung schon lange. Jetzt, wo die Nase-Mund-Schutzmasken der NRW-Landesregierung im Bundesland verteilt werden, hat die Beschaffenheit der Masken mancherorts für Aufregung gesorgt. So auch bei der Awo im Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen. Dort weist man diese Unterstützung sogar ab und lästert.

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Wörtlich heißt es auf eine Anfrage unserer Redaktion an die Awo, die drei Kitas in Castrop-Rauxel in Deininghausen, Habinghorst und Henrichenburg betreibt: „Die Lieferung der durch das MKFFI zugesagten Masken hat eher zu Belustigung als zu Freude geführt. Die Masken kamen als Bastelset mit Bastelanleitung“, so Sprecherin Sandra Schubert.

Nicht hygienisch - hoher Zeitaufwand

Auf unsere Anfrage schreibt sie: „Die Bastelsets waren nicht einzeln verpackt und sind deshalb nicht hygienisch. Da der Zeitaufwand für das Zusammenbauen hoch sein soll und die Sets zudem sehr stark riechen, haben unsere Leitungen entschieden, diese Masken nicht zu verwenden.“

Die Awo-Einrichtungen hätten sich bereits selbst um adäquaten Mundschutz gekümmert, „wobei sie durch den Träger, die Eltern und die Mitarbeiter*innen sehr unterstützt wurden“, so Schubert. Erzieherinnen sind angehalten, beim Wechsel von Gruppen in den Kitas und bei Elternkontakt Masken zu tragen.

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