B235: Straßen NRW lehnt Linksabbieger-Ideen ab

Diskussion nach schwerem Unfall

Wie kann man an der Fußgängerampel an der Ringstraße in Castrop-Rauxel Unfälle verhindern? Mit einer neuen Markierung? Mit einer blinkenden Ampel? Mit einer neuen Grün-Schaltung? Viele Experten haben darüber diskutiert. Jetzt gab es die Antwort von Straßen NRW, dem verantwortlichen Landesbetrieb.

CASTROP-RAUXEL

, 23.02.2016, 12:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei dem Unfall an der Ringstraße in Castrop-Rauxel sind vier Fußgänger verletzt worden.

Bei dem Unfall an der Ringstraße in Castrop-Rauxel sind vier Fußgänger verletzt worden.

Die Überlegungen gehen zurück auf einen Unfall am 25. Oktober 2015. Da war es an der Ampel am alten Rathaus zu einem heftigen Unfall gekommen. Ein Linksabbieger fuhr in eine Gruppe von vier Fußgängern. Die Folge war eine Diskussion um die Verkehrsführung an dieser Stelle. Anwohner meldeten sich mit Vorschlägen zu Wort. 

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Kurz darauf gab es einen Ortstermin mit Verkehrs-Fachleuten. Vertreter des Kreises Recklinghausen waren ebenso da wie Polizisten und Mitarbeitern der Stadt Castrop-Rauxel. Es fehlte nur: Straßen NRW, der Betrieb des Landes, der für Änderungen und Erneuerungen von Bundesstraßen zuständig ist - also auch hier für die B235/Ringstraße.

Die Vorschläge, die es bei diesem Ortstermin gegeben hatte:

  • Durch neue Markierungen sollten Linksabbieger aus der Amtstraße generell auf die rechte Fahrspur der B235 geleitet werden.
  • Das Grün für Fußgänger sollte nicht mehr angefordert dürfen, sondern in eine automatische Taktung integriert werden.
  • Das gelbe Warnblinklicht sollte ständig bei Grün an der Amtstraße leuchten, um Autofahrer stärker zu sensibilisieren.

Straßen NRW übernimmt nur einen der Vorschläge

Zwei dieser drei Vorschläge lehnte Straßen NRW ab. Das teilte Kreissprecher Jochem Manz von der in dieser Angelegenheit federführenden Behörde jetzt auf Anfrage unserer Redaktion mit: „Die von der Stadt gewünschte Markierung wird nicht umgesetzt. Sie ist vom Straßenbaulastträger Straßen NRW aus fachlichen Gründen abgelehnt worden.“

Das Anbringen einer solchen viertelkreisförmigen Markierung, im Dezember von der Stadt als Fotomontage veröffentlicht, war zu diesem Zeitpunkt als Fakt kommuniziert worden. Die einzige Maßnahme, die umgesetzt wurde, ist die, dass Fußgänger jetzt kein Grün mehr anfordern können, sondern die Ampelphasen der Taktung des Verkehrsflusses angepasst werden.

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