Bäume und Büsche auf altem Friedhof mussten weichen

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Es geht um das Grün an der Hedwig-Kiesekamp-Straße. Leonore Schröder schlägt deshalb Alarm. Ein Baufeld ist nur ein Gerücht, sagt die Stadt. Und die Bäume seien krank gewesen. .

Henrichenburg

, 03.02.2019, 06:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Leonore Schröder schlägt Alarm. Sie hat unserer Redaktion geschrieben, dass in den vergangenen Tagen umfangreiche Rodungen auf dem alten Henrichenburger Friedhof vorgenommen worden seien. „Das gesamte (Vogelschutz-) Unterholz und alle Büsche wurden entfernt, dazu auch etliche Koniferen“, schreibt die Henrichenburgerin, die lange versucht hatte, den Kita-Neubau auf dem alten Friedhof an der Hedwig-Kiesekamp-Straße zu verhindern.

Die Hoffnung, der verbliebene Teil des alten Friedhofs bleibe, scheine sich als Trugschluss zu verflüchtigen, so Schröder. Was möglicherweise auch für den grünen Freiraum gelte, den freigeräumten Platz der alten Kita. „Das Gerücht, dass dort ein Baufeld freigemacht wird, ist nur ein Gerücht“, sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann.

„Ohne Bezug zu Totengedenken“

Der ehemalige Friedhof sei nur noch eine Grünfläche ohne Bezug zu Totengedenken. Klaus Breuer, Chef des städtischen Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, erklärt: „Trotzdem werden wir würdevoll mit den noch vorhandenen Grabsteinen umgehen.“ Die noch stehenden Grabmale sowie die kleine Kapelle wolle die Stadt dauerhaft erhalten und künftig regelmäßigen Kontrollen unterziehen. Die umgestürzten Platten sollen ebenerdig in die Rasenfläche eingearbeitet werden – soweit das Sinn mache. Bruchstücke sollen entsorgt werden.

Und die gekappten Bäume? Dabei handelt es sich nach Angaben der Stadt vor allem um kranke Eschen mit Eschentriebsterben und Bäume ohne Entwicklungspotenzial. Der Bestand an Büschen sei ebenfalls deutlich reduziert worden, um eine leichtere Pflege zu ermöglichen und mögliche Angsträume zu reduzieren. Zudem solle über die bessere Einsichtigkeit mehr soziale Kontrolle möglich sein.

Fläche diente als Hundeklo

Die Fläche sei bislang außerdem stark als Hundeklo genutzt worden. Breuer: „Wir schaffen eine parkähnliche Fläche im Anschluss an den Friedhof Henrichenburg und bewahren gleichzeitig den Gedanken an den alten katholischen Friedhof.“

CDU-Ratsherr Josef Berkel sagt: „Sinn macht es, dann dort auch Behälter für Hundekotbeutel aufzustellen.“

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