Bei den Aufzug-Planungen gibt es plötzlich Zeitdruck

Schiffshebewerk Henrichenburg

Schon seit 2006 laufen Planungen für einen Personen-Aufzug im Schiffshebewerk-Museum. Jetzt, nach sieben Jahren Vorarbeit, muss plötzlich alles schnell gehen.

HENRICHENBURG

von Von Markus Wessling

, 12.10.2013, 06:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schon seit 2006 laufen Planungen für einen Aufzug im Schiffshebewerk-Museum. Damit sollen zum Beispiel ältere Besucher problemlos auch den oberen Teil des Museums, das Oberwasser, erreichen können. Nun läuft eine wichtige Frist ab.

Schon seit 2006 laufen Planungen für einen Aufzug im Schiffshebewerk-Museum. Damit sollen zum Beispiel ältere Besucher problemlos auch den oberen Teil des Museums, das Oberwasser, erreichen können. Nun läuft eine wichtige Frist ab.

Seit 2006 ist das Thema Aufzug für das Schiffshebewerk-Museum auf der Agenda.

Damals war die Errichtung einer barrierefreien Verbindung zwischen Unter- und Oberwasser beantragt und bewilligt worden. Eine ursprüngliche Idee, das zu realisieren, scheiterte an Bedenken der Denkmalschützer.

Die Bezirksregierung hat deutlich gemacht, dass das Land über die bewilligten 368 000 Euro hinaus kein weiteres Geld für einen Aufzug am Hebewerk zur Verfügung stellen wird.

Erst war von 800 000 bis 900 000 Euro die Rede, jeweils rund die Hälfte hätten Land und Landschaftsverband getragen. Der Gutachter schätzte die Kosten aber auf fast das Doppelte. Jetzt eilt die Sache, weil das Land seine Förderzusage über knapp 370 000 Euro an die Bedingung knüpft, dass bis Ende Oktober eine Entscheidung gefallen ist und bis Ende des Jahres zumindest die Aufträge vergeben sind. Sonst werde das Geld einbehalten.

Statt der teuren Variante schlugen Löb und André Behrens vom LWL-Liegenschaftsbetrieb eine neue vor, für die sie um kurzfristige Zustimmung warben: einen freistehenden Aufzug, in den man auf dem Gelände des Unterwassers einsteigt und der dann über eine Brückenverbindung zum Oberwasser führt. Die Wegführung sei attraktiv, es gebe die Zustimmung des Denkmalfachamtes und die Kosten seien mit 800 000 Euro „vertretbar“.

Die Waltroper Ausschussmitglieder blieben aber skeptisch, weil das Aufzugbauwerk ihrer Meinung nach die Sicht auf das Oberhaupt des Hebewerks, für das der Welterbe-Status angestrebt wird, verdecken würde. Theo Hemmerde erinnerte daran, dass er bereits vor einem Jahr einen kostengünstigen Vorschlag gemacht habe, der die Sicht auf das Oberhaupt des Hebewerks nicht beeinträchtige: Der Einstieg in einen freistehenden Aufzug würde sich demnach außerhalb des Museums, aus Richtung Waltrop kommend vor der Unterführung links, befinden.

Karl-Heinz Böhm (SPD) bezweifelte, dass ein Schrägaufzug tatsächlich so teuer sein müsse wie vom Gutachter berechnet. Der LWL hätte lieber einen Rundweg innerhalb des Museums, aber die Ausschussmitglieder sahen kein großes Manko darin, dass man das Gelände zunächst verlassen müsste, um per Aufzug zum Oberwasser zu gelangen. Ausschussvorsitzender Jürgen Siebert (SPD) kündigte an, dass sich der Ausschuss kurzfristig bei Ortsterminen über Schrägaufzüge und über die Situation an Hebewerk kundig machen werde. Zwischenzeitlich soll der LWL erreichen, dass die Fördermittel auch noch fließen, wenn eine Ratsentscheidung erst in der Sitzung am 5. November fällt.    

Seit 2006 ist das Thema Aufzug für das Schiffshebewerk-Museum auf der Agenda.

Damals war die Errichtung einer barrierefreien Verbindung zwischen Unter- und Oberwasser beantragt und bewilligt worden. Eine ursprüngliche Idee, das zu realisieren, scheiterte an Bedenken der Denkmalschützer.

Die Bezirksregierung hat deutlich gemacht, dass das Land über die bewilligten 368 000 Euro hinaus kein weiteres Geld für einen Aufzug am Hebewerk zur Verfügung stellen wird.

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