Beim „Frauenkram“ in der Europahalle gibt es nicht immer Corona-Abstand

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Frauenkram und Kinderkram wurden in der Europahalle verkauft. Viele Besucher kamen. Da wurde es schon mal eng. Um die Coronakrise zu überstehen, setzt das Event-Forum auf andere Veranstaltungen.

Castrop-Rauxel

, 28.10.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frauen- und Kinderkram ist ein Modemarkt für Neues, Second-Hand. Hier kann man Fehlkäufe loswerden und welche machen oder aber für den Nachwuchs Spielsachen und Kleidung kaufen und verkaufen. Am Sonntag (25.10.) war der Markt zu Gast in der Europahalle. Das Interesse, vor allem zu Beginn des Tages war groß.

Später gab es Meldungen, dass die AHA-Regelungen nicht korrekt eingehalten wurden. Veranstaltungsleiter Mathias Sittek kann das so nicht bestätigen. Ein Besucher auf 7 Quadratmeter lautet die Formel, maximal 250 Besucher durften gleichzeitig in die Europahalle, nachdem sie sich die Hände desinfiziert und ihre Kontaktdaten angegeben hatten. Das wurde von Sicherheitskräften kontrolliert, so Sittek. „Alle hatten Masken an“, betont er.

Anders allerdings war es zeitweise beim Abstand. In den Gängen, in denen auch zwei Sicherheitskräfte unterwegs waren, konnte schon mal der Abstand von 1,50 Meter unterschritten werden. Zwar war eine Einbahnstraßen-Regelung mit Pfeilen vorgegeben, aber daran habe sich nicht jeder gehalten. „Das ist wie im Supermarkt“, vergleicht Mathias Sittek. „Da ist auch jeder mal selbst verantwortlich, stehen zu bleiben und einen Moment zu warten.“

Für Veranstalter sind Messen und Märkte sehr wichtig

600 Menschen könnten normalerweise zu einem solchen Markt. Für die Veranstalter seien aber auch diese Messen und Märkte mit weniger Besuchern sehr wichtig, um überleben zu können, sagt Matthias Sittek. Geplant war am 8. November vom gleichen Veranstalter wie bei Frauenkram noch ein Spielzeugmarkt. Seit Mittwoch (28.10.) steht fest, dass er wegen der erneuten Lockdowns nicht stattfinden wird.

Für die Forum GmbH sind solche Märkte ebenfalls wichtig, seit Hochzeiten und andere Veranstaltungen wie Comedy-Auftritte in der Coronakrise und damit viele Einnahmen auch im gastronomischen Bereich weggebrochen sind. Man weiß aber, dass es noch strengere Auflagen geben kann, so Sittek. „Wir fokussieren uns ganz klar auf systemrelevante Veranstaltungen“, sagt er.

Nicht nur der Rat der Stadt Castrop-Rauxel hat bereits in der Stadthalle getagt. Auch der Kreistag hat hierher eine Sitzung verlegt und will das wieder tun, so Sittek. Die Fern-Uni habe den Ort für Prüfungen genutzt. Auch unsere Redaktion für die große Podiumsdiskussion vor der Bürgermeister-Wahl. Und Parteien, nicht nur aus Castrop-Rauxel, haben in der Stadthalle getagt. Aber auch zeigen sich gerade die Auswirkungen der stark ansteigenden Corona-Infektionen. Gerade erst hat die SPD ihren Stadtverbandsparteitag in der Stadthalle abgesagt.

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