Beisenherz fordert auf: Gesicht gegen Gewalt zeigen

Kundgebung

CASTROP-RAUXEL Mit einem Gedenkmarsch und einer Kundgebung in der Innenstadt haben rund 200 Bürger am Montagabend der Pogromnacht vom 9. November 1938 gedacht. Überschattet wurde die Veranstaltung jedoch von einer zerstörte Plakatwand, auf der Castrop-Rauxelener Gesicht gegen Gewalt zeigen.

von Von Michael Fritsch und Peter Wulle

, 09.11.2009, 18:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Kundgebung zum Gedenken an den 9. November 1938 fand am Montagabend in der Innenstadt statt.

Eine Kundgebung zum Gedenken an den 9. November 1938 fand am Montagabend in der Innenstadt statt.

Beisenherz, der diese Vorgänge in Erinnerung rief, erinnerte unter Mitwirkung der Musikgruppe „Unerhört“ seine Zuhörer daran, dass „alles vor aller Augen geschah“. Gleichzeitig zitierte er dazu aus dem Alten Testament die Worte des Propheten Joel: „Saget euren Kindern davon und lasset´s eure Kinder ihren Kindern sagen und diese Kinder ihren Nachkommen.“ Überschattet wurde die gestrige Gedenkveranstaltung durch die erneute Zerstörung der Plakatwand am Lambertusplatz, auf der Hunderte von Castrop-Rauxelern ihr persönliches Gesicht gegen Gewalt gezeigt hatten. Darüber hinaus empörten sich tagsüber mehrere Passanten über ein mobiles Dixi-Klo, das mitten auf dem Gebäudegrundriss der ehemaligen Synagoge aufgestellt worden war. Zur Gedenkveranstaltung von Gisbert Baranski, an der nur ganz wenige Bürger teilnahmen, war der Abort dann immerhin einige Meter zur Seite gestellt worden.

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