Bekommt Castrop-Rauxel ein weiteres Gymnasium?

Schulentwicklung

Die Politik und die Stadtverwaltung planen die Schulentwicklung für die nächsten Jahre. Als Ergebnis könnte ein drittes Gymnasium kommen.

Castrop-Rauxel

, 17.02.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bekommt Castrop-Rauxel ein weiteres Gymnasium?

Neben dem Ernst-Barlach- und dem Adalbert-Stifter-Gymnasium könnte es bald ein drittes Gymnasium in Castrop-Rauxel geben. © Iris Müller

In der Bildungslandschaft in Castrop-Rauxel wird sich in den nächsten Jahren etwas tun. Was, ist noch unklar. Aber den besten Weg diskutiert die Stadtverwaltung zusammen mit der Politik, mit der Bezirksregierung, den Schulgremien inklusive Lehrern und Eltern – aber ohne Gutachter für einen Schulentwicklungsplan.

Denn ein solcher hat der Stadt vor Jahren schon mal etwas empfohlen, das heute zur misslichen Lage führt: Wenn man die Geburtenzahlen anschaut und diese hochrechnet, dann ist absehbar, dass die Zahl der Plätze in den Grund- und weiterführenden Schulen bald für die Zahl der Kinder nicht mehr ausreicht. Das Phänomen erleben wir gerade bei den Kindergärten. 500 neue Schüler pro Jahr, wie das Gutachten vor Jahren ergab? Inzwischen sind wir bei 650 Einschulungen, 2021 werden es etwa 680 sein.

Alle Grundschul-Eltern werden demnächst befragt

In interfraktionellen Runden tagt die Politik mit der Verwaltung schon seit Monaten immer wieder: Aus jeder Fraktion sitzt eine Person in diesem Arbeitskreis. Daraus gibt es nun einen Ablaufplan, den die Verwaltung im Betriebsausschuss 2 am Donnerstag vorstellte:

  • Von März bis Mai läuft eine Befragung bei Grundschul-Eltern, welche Schulform sie für ihr Kind wollen.
  • Nach Auswertung im Juni wird ein Konzept auf Basis der Ergebnisse entwickelt.
  • Ab Herbst bis ins erste Quartal 2020 soll die Planung zum Bau laufen.
  • Zum Teil parallel sollen schon Umbau- oder Neubaumaßnahmen laufen.

Ergebnis soll noch völlig offen sein

Was es wird, ist offen. Ein drittes Gymnasium ist dabei ebenso im Gespräch wie ein Anbau an der Willy-Brandt-Gesamtschule. Nicht infrage kommt eine Neugründung der Ickerner Gesamtschule oder der Bildung einer WBG-Dependance an der Waldenburger Straße. Ein gleichlautender Antrag der Linken wurde mit Verweis auf das Verfahren abgelehnt.

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