Bladenhorst und Pöppinghausen werden nun auch kirchlich ein Teil von Castrop-Rauxel

mlzEvangelische Kirche

Die evangelischen Christen aus Pöppinghausen und Bladenhorst gehören bald auf kirchlicher Ebene zu Castrop-Rauxel. Warum sie von der Zions- zur Paulusgemeinde wechseln, verrät der Pfarrer.

von Janine Jähnichen und Tobias Weckenbrock

Pöppinghausen

, 26.10.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die evangelischen Gemeindemitglieder der Castrop-Rauxeler Stadtteile Pöppinghausen und Bladenhorst gehören seit dem 1. Oktober nicht mehr zur Herner Zionsgemeinde. Sie sind nun Teil der Paulus-Kirchengemeinde Castrop-Rauxel.

Seit vielen Jahrzehnten bestand die Zions-Kirchengemeinde über die Stadtgrenze hinweg, die das Dorf Pöppinghausen mit dem Herner Stadtteil Pantringshof und später auch mit Horsthausen verband. Da alle Kirchengemeinden in Herne aber zurzeit dabei sind, sich zu einer Gesamtgemeinde zu vereinigen, entstand der Wunsch, sich kirchlich nach Castrop-Rauxel zu orientieren. Dort gibt es zwei Kirchengemeinden: die Paulus-Kirchengemeinde im südlichen Teil, die Friedenskirchengemeinde* im nördlichen Teil der Stadt.

Wir haben Arno Wittekind, Pfarrer der evangelischen Paulusgemeinde, einige Fragen zu dieser Umpfarrung gestellt.

Bladenhorst und Pöppinghausen werden nun auch kirchlich ein Teil von Castrop-Rauxel

Pfarrer Arno Wittekind stand unserer Redaktion Rede und Antwort zur Umpfarrerung der evangelischen Kirchengemeinde Pöppinghausen. © Matthias Stachelhaus

Warum war dieser Übergang notwendig, Herr Wittekind?
Notwendig war die Umpfarrung nicht. Es erschien den aktiven Gemeindemitgliedern in Pöppinghausen nur sinnvoll, bei der Neuordnung im Bereich Herne nicht mehr mitzumachen, sondern kirchlich zu Castrop-Rauxel zu gehören.

Wie ist die Resonanz in der Gemeinde im Dorf, die Sie verspüren?
Wir haben eine durchweg positive Resonanz auf die Veränderung erhalten. Skeptische Stimmen haben wir bisher nicht wahrgenommen.

Was ändert sich konkret für die Christen im Dorf durch die Veränderung?
Bisher gibt es in der Dorfkirche neben Trauungen und Trauerfeiern nur ein Mal im Monat am Sonntag um 9 Uhr einen Gottesdienst. Im Jahr 2020 werden wir diesen Gottesdienst durch einen monatlichen Feierabendgottesdienst in der Woche ersetzen. Die Zahl der Gottesdienste dort wollen wir beibehalten.

Fest-Gottesdienst am Sonntag

Aus Anlass der Umpfarrung wird am Sonntag, 27. Oktober, um 17 Uhr in der Dorfkirche Pöppinghausen ein Begrüßungsgottesdienst gefeiert. Pfarrer Niels Nieborg aus Herne wird die Gemeindemitglieder in Richtung Castrop-Rauxel verabschieden. Pfarrer Arno Wittekind und Pfarrerin Christine Köntopp begrüßen die neuen Gemeindemitglieder. Der Abendmahlsgottesdienst steht unter dem Motto „Jesus ging in die Dörfer und Städte“. Nach dem Gottesdienst ist das Center als Treffpunkt geöffnet. Dorfbewohner und Gemeindemitglieder sind herzlich eingeladen.

Was ändert sich dadurch für die Paulus-Kirchengemeinde organisatorisch und im Team?
Wir bekommen 350 Gemeindemitglieder, eine Dorfkirche, einen kleinen Friedhof und einen Kindergarten hinzu. Da ist natürlich mehr Arbeit zu erwarten. Zugleich verliert die Paulus-Kirchengemeinde Castrop-Rauxel eine Pfarrstelle. An die Stellen der zwei pensionierten Pfarrer Hensel und Knipp tritt nur ein neuer Pfarrer. Aber wir haben Pfarrerin Christine Köntopp für den Übergang als Unterstützung hinzubekommen.

Welcher Pfarrer kümmert sich um die Pöppinghausener in Zukunft konkret?
In den nächsten zwei Jahren ist unsere neue Pfarrerin im Probedienst, Christine Köntopp, die Ansprechpartnerin für alle Pöppinghausener Gemeindemitglieder. Sie hat schon Kontakt zu den Mitarbeitenden aufgenommen und wird auch die beiden Gottesdienste an Heiligabend dort halten.

*Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Artikels hat mir an dieser Stelle von Christuskirchengemeinde geschrieben.

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