Brücke am Bennertor kommt wohl doch nicht 2014

Stadt fehlt das Geld

Das Hin und Her um die neue Brücke am Bennertor geht weiter: Erst hieß es, sie käme 2015, dann signalisierten die Stadt und die Deutsche Bahn, es könnte doch noch in diesem Jahr klappen. Jetzt sagte Bürgermeister Johannes Beisenherz, er sei da "eher skeptisch". Dank Haushaltsmisere fehlt der Stadt schlicht das Geld.

CASTROP

, 13.09.2014, 05:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Brücke am Bennertor am letzten Tag vor ihrem Abriss in der Nacht auf den 2. Februar. In diesem Jahr wird es höchstwahrscheinlich nichts mehr mit der Nachfolgerin.

Die Brücke am Bennertor am letzten Tag vor ihrem Abriss in der Nacht auf den 2. Februar. In diesem Jahr wird es höchstwahrscheinlich nichts mehr mit der Nachfolgerin.

Zwar trägt die Bahn gut die Hälfte der Kosten. Aber sie hat – das war der letzte Stand der Dinge – selbst kein Geld mehr für dieses Jahr. Dass die Stadt in Vorleistung gehen könnte, dürfte angesichts der städtischen Haushaltsmisere unmöglich sein. Zwar ist bis Ende dieses Jahres eine Haushaltssperre verhängt, doch betrifft sie nicht die Investitionsliste fürs laufende Jahr. Darin ist die Brücke mit 340.000 Euro veranschlagt.

Jetzt lesen

Unter die Sperre – bedingt durch fehlende Gewerbesteuereinnahmen und den Pfingststurm Ela – fällt der konsumtive Bereich. Kämmerin Annemarie Tesch nennt Beispiele: „Beschaffung von Büromaterialien, Zuschüsse an Vereine, Dienstreisen etwa könnten das sein. Aufwendungen, zu denen wir nicht verpflichtet sind.“

Was passiert, wenn in einer Kita ein Wickeltisch ersetzt werden muss? „Sachen, die zwingend erforderlich sind, werden wir weiter finanzieren“, so Tesch. Das gelte im Übrigen auch für die Übernahme der Kosten, wenn es um die fremde Unterbringung von Kindern gehe.

Jetzt lesen

Zwar gibt es bekanntlich 560.000 Euro als Finanzspritze des Landes, um die Kosten der Kommune durch den Pfingststurm auffangen zu helfen. „Wir haben aber noch keine Information, wie wir das Geld möglicherweise aufteilen“, erklärt Annemarie Tesch. Ob beispielsweise auch der Stadtbetrieb EUV davon etwas abbekommt.

Die tatsächlichen Aufwendungen bei der Stadt lägen bei 1,3 Millionen Euro. „Und das ohne auch nur über einen neuen Baum nachzudenken“, verdeutlicht die Kämmerin. Unterm Strich sei davon auszugehen, dass die Stadt eine Million Euro selbst finanzieren muss. 

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt