Service im Bürgerbüro: Bald auch Montagabend oder Samstagvormittag geöffnet?

mlzStadtverwaltung

Mit einem Service-Abend am Montag oder einer Samstags-Öffnung will Castrop-Rauxel den Service des Bürgerbüros verbessern. Außerdem sollen Bürgerbüro und Ordnungsamt besser zu erreichen sein.

Castrop-Rauxel

, 10.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Politik hatte die Stadtverwaltung Castrop-Rauxel Ende 2019 damit beauftragt, mögliche neue Servicezeiten im Bürgerbüro zu prüfen. Ausgangspunkt der ersten Vorschläge der Verwaltung war ein Antrag der FDP-Fraktion, das Bürgerbüro an einem Tag in der Woche von 8 bis 20 Uhr zu öffnen, um so arbeitnehmerfreundliche Termine anbieten zu können.

Dabei sollen, so hatte es der Betriebsausschuss 1 beschlossen, die Öffnungszeiten nicht erweitert werden. Stattdessen soll bei Erweiterung an einem Tag an anderer Stelle eine Reduzierung der Öffnungszeiten vorgenommen werden.

Politik muss jetzt entscheiden

Nun legt die Verwaltung eine neue Vorlage vor, über die der Betriebsausschuss 1 am Mittwoch, 19. Februar, um 17 Uhr im Rathaus beraten wird.

Dabei werden zwei Varianten zur Diskussion gestellt:

  • Variante A sieht eine längere Servicezeit am Montag vor. Das Bürgerbüro könnte demnach montags am Nachmittag von 13 bis 19.30 Uhr öffnen und am Mittwochvormittag eine Stunde länger, dann von 7 bis 13 Uhr. Dafür würde das Bürgerbüro am Dienstag vormittags und am Mittwoch nachmittags gar nicht geöffnet.
  • In Variante B wird eine Alternative vorgeschlagen, nämlich an jedem ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr eine sogenannte offene Sprechstunde (keine Terminreservierung erforderlich) anzubieten. Hinzu käme die Ausweitung der Sprechzeit am Mittwochmorgen von 7 bis 13 Uhr. Eingespart würde in dieser Variante die Öffnung am Mittwochnachmittag.

Bei der Planung der möglichen neuen Zeiten, so die Verwaltung, sei zu berücksichtigen, „dass nach politischer Vorgabe keine Stellenausweitung erfolgt, somit mit den vorhandenen Stellen zu kalkulieren ist“. Außerdem habe man die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes zu beachten.

Bochumer Service-Center übernimmt am Telefon

Der Service des Bürgerbüros soll aber auch noch auf eine andere Weise an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden. Für den telefonischen Kontakt zum Bürgerbüro steht derzeit eine Mitarbeiterin als Ansprechpartnerin unter der Bürgerbüro-Hotline 106-2333 zur Verfügung. Für das Ordnungsamt bietet die Stadt unter der Hotline-Nummer 106-2233 eine Kontaktstelle für telefonische Anregungen und Beschwerden an.

Um nun eine bessere Erreichbarkeit des Bürgerbüros und des Ordnungsamtes bei gleichzeitiger Entlastung der Mitarbeiter zu erreichen, sollen die beiden Hotline-Nummern wie schon lange diskutiert nun durch das Service-Center der Stadt Bochum übernommen werden.

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Dieses Service-Center soll einfache Anfragen selbst beantworten können, telefonische Terminreservierungen für das Bürgerbüro vornehmen und die Beschwerden von Bürgern an das Ordnungsamt über das hiesige Ticket-System einpflegen. Die inhaltliche Bearbeitung, so das Konzept, erfolge wie bisher im Bürgerbüro und im Ordnungsamt.

Insgesamt, so die Hoffnung, sollen die Kontaktmöglichkeiten verbessert und so „eine größtmögliche Verbesserung des Servicegedankens erreicht werden“, heißt es. Denn beide Dienstleistungen, so ist man sich bewusst, „prägen ganz erheblich das Image der Stadt Castrop-Rauxel bei den Bürgerinnen und Bürgern“.

Kosten liegen bei 180.000 Euro im Jahr

Die Zusammenarbeit zwischen Castrop-Rauxel und Bochum soll über eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung erfolgen. Beide Seiten gehen laut Verwaltungsvorlage von zwei Stellen aus, die dafür einzurichten sind und somit von Gesamtkosten in Höhe von rund 180.000 Euro pro Jahr. Die Beträge seien für den Haushalt 2020 und die folgenden Jahre angemeldet. Hinzu kämen noch Lizenzgebühren „im unteren vierstelligen Bereich“, so die Stadt.

Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung sieht eine zunächst fünfjährige Laufzeit vor.

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