Bürgerbüro bis 20 Uhr? Verwaltung soll Einführung eines langen Tages pro Woche prüfen

Öffnungszeiten Bürgerbüro

Die Öffnungszeiten im Bürgerbüro sind für Arbeitnehmer ein Problem. Sie müssen in der Regel Urlaub nehmen, um ihre Angelegenheiten regeln zu können. Das könnte sich demnächst ändern.

Castrop-Rauxel

, 15.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgerbüro bis 20 Uhr? Verwaltung soll Einführung eines langen Tages pro Woche prüfen

Können Arbeitnehmer bald auch nach Feierabend ins Bürgerbüo kommen? Die Verwaltung soll die Einführung eines 20-Uhr-Tages pro Woche prüfen. © Mario Bartlewski (A)

Arbeitnehmer in Castrop-Rauxel haben derzeit ein Problem: Wollen Sie ihre Pass- und Meldeangelegenheiten im Bürgerbüro regeln, müssen sie sich dafür meistens Urlaub nehmen. Denn die derzeitigen Öffnungszeiten des Bürgerbüros kollidieren in den meisten Fällen mit den Arbeitszeiten der Bürger.

Einführung von 20-Uhr-Tag soll geprüft werden

Doch nun ist eventuell Besserung in Sicht: Die Verwaltung soll prüfen, ob in Zukunft ein langer Tag pro Woche eingeführt werden kann, in dem das Bürgerbüro bis 20 Uhr besetzt ist. Darauf einigte sich der B1-Ausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Antrag von FDP, FWI und Grünen. Sie wollen den Service der Verwaltung weiter an die Bedürfnisse der Bürger anpassen und so eine Bearbeitung ihrer Angelegenheiten nach Feierabend ermöglichen.

Der Antrag fand Mittwoch breite Unterstützung im Ausschuss. „Gegen mehr Bürgerservice kann niemand etwas haben“, sagte Thomas Roehl, Leiter des Bereichs Ordnung und Bürgerservice. Wird der Prüfungsantrag in der Stadtratssitzung am 21. Februar beschlossen, will der B1-Ausschuss die Prüfungsergebnisse bei der übernächsten Sitzungsfolge im September diskutieren und über die testweise Einführung eines 20-Uhr-Tages beraten.

Arbeitsabläufe erst vor kurzem angepasst

Erst vor kurzem hat das Bürgerbüro seine Arbeitsabläufe an die Bedürfnisse der Bürger angepasst: Seit dem 9. Januar können Bürger an drei Vormittagen pro Woche wieder ohne Termin im Bürgerbüro vorbeikommen.

Durch diese Maßnahme konnte laut Roehl die Zahl der Kundenkontakte im Bürgerbüro von 1700 im Dezember auf 3200 im Januar gesteigert werden. Die Wartezeiten auf einen Termin verkürzten sich dadurch von bislang 13 Wochen auf 8 bis 10 Wochen. Das Ziel sei eine Wartezeit von 2 bis 4 Wochen ab Mitte 2019, so Röhl.

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