Bürgerinitiative gegen Moschee-Bau

CASTROP-RAUXEL Ob Moschee-Standort oder nicht: Die CDU wird einem Verkauf des Ascheplatzes neben dem Stadion nicht zustimmen. Die Wähler-Initiative Recklinghausen (WIR) hat unterdessen die Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Errichtung einer Moschee angekündigt.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 21.09.2007, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Moschee in Lünen steht auch für interessierte Besucher offen.

Die Moschee in Lünen steht auch für interessierte Besucher offen.

CDU-Fraktionschef Hilmar Claus kündigte die starre Haltung der CDU im Hinblick auf die Sportstättenplanung an. Eine Woche nach der abschließenden Sitzung des Arbeitskreises zum Sportstättenkonzept lassen die Christdemokraten wissen, dass es angesichts des zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs ein Fehler sei, Sportstätten am zentralen Stadtmittelpunkt aufzugeben.Keine Beirats-AufgabeClaus: „Wir halten uns weiterhin an das Gutachten der Sportwissenschaftler der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen in Köln, das den Neubau einer multifunktionalen Sportanlage als Leichtathletikzentrum am Stadtmittelpunkt empfohlen hat.“ Im Zusammenhang mit der Argumentation des Bürgermeisters zum möglichen Moschee-Standort in unserer gestrigen Ausgabe, meint Claus: „Es ist nicht Aufgabe des Beirates oder anderer Gremien der Stadt, sich Gedanken über einen geeigneten Standort zu machen.“

Unterdessen kündigt die Wähler-Initiative Recklinghausen (WIR) die Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Moschee-Bau an. Wie die Fraktionsvorsitzende Claudia Ludwig gestern schilderte, sei sie von mehreren Castrop-Rauxelern, die in Recklinghausen arbeiteten und die kritische Begleitung der Wählerinitiative zu Gebetshäusern und den Aktivitäten von türkisch-islamischen Religionsvereinen kennen würden, darauf angesprochen worden.Informationsabend

Für den 18. Oktober ist zunächst ein Info-Abend im Semi Secco geplant, bei dem Menschenrechte und insbesondere die Rolle der Frau im Islam im Mittelpunkt stehen sollen. Direkt im Anschluss soll sich, so Claudia Ludwig, eine Bürgerinitiative gründen, die ihre Partei federführend begleiten wolle. Ludwig: „Uns geht es darum, denjenigen Gut-Menschen Realitäten aufzuzeigen, die unter dem Deckmantel Religionsfreiheit dem Bau einer Moschee zustimmen.“

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