Bürgermeister-Kandidat Oliver Lind: „Ich will die Xscape-Fläche entwickeln“

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Nun ist es offiziell: Oliver Lind ist Castrop-Rauxels Bürgermeister-Kandidat der CDU. Er sagt: „Wo keine Entwicklung ist, da ist Stillstand“ - vor allem mit Blick auf die Xscape-Fläche.

Castrop-Rauxel

, 23.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die CDU Castrop-Rauxel wählte am Freitagabend im Dieze im Erin-Park ihren Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 am Sonntag, 13. September. Das Ergebnis war am Ende keine Überraschung.

Der einzige Kandidat Oliver Lind setzte sich am Ende souverän mit 80 von 83 abgegebenen Stimmen durch. Der 46-Jährige, der sich selbst als „Rauxeler Jung“ bezeichnet, möchte vor allem dem „Stillstand der Rot-Grünen-Koalition“ entgegenwirken.

So sagte Oliver Lind am Freitagabend im Dieze: „Wo keine Entwicklung ist, da ist Stillstand und dem Stillstand folgt der Niedergang. Die Jahre der Rot-Grünen-Koalition dieser Stadt lagen wie Mehltau auf dieser Stadt. An diesem Stillstand kranken wir heute noch.“

Castrop-Rauxel als schlafender Riese

Der Bürgermeister-Kandidat der Christdemokraten warf der Rot-Grünen-Koalition viele Versäumnisse vor. Er wolle in Castrop-Rauxel einen schlafenden Riesen wecken. „In Bochum entstand nach dem Opel-Rückgang in Nullkommanichts Großes. Das Knepper-Gelände wird neu entwickelt. Und was machen wir in Castrop? Wir schlafen“, sagt Oliver Lind vor allem mit Blick auf die Xscape-Fläche zwischen der Autobahn 42 und dem Evangelischen Krankenhaus an der Grutholzallee.

Oliver Lind möchte als Bürgermeister die Xscape-Fläche (unten rechts) in umittelbarer Nähe zum Evangelischen Krankenhaus, dem Café del Sol und der L'Osteria entwickeln.

Oliver Lind möchte als Bürgermeister die Xscape-Fläche (unten rechts) in umittelbarer Nähe zum Evangelischen Krankenhaus, dem Café del Sol und der L'Osteria entwickeln. © Peter Sondermann, Viskom/City-Lu

„Was Erschließung und Lage angeht, ist es eine der besten Flächen im gesamten Ruhrgebiet. Die Chance für unsere Stadt“, sagt Lind und fügt an: „Das bringt Jobs, Steuereinnahmen und holt Kaufkraft nach Castrop-Rauxel.“ Sollte er Bürgermeister werden, wolle er die Xscape-Fläche schnellstmöglich entwickeln - jenen Plan, den sein CDU-Vorgänger als Bürgermeister, Nils Kruse (1999-2004), bereits verfolgte.

Verbesserung des Radwegenetzes in Castrop-Rauxel

Der 46-Jährige wolle zudem die Verkehrsanbindung für Radfahrer in der Stadt deutlich verbessern. „Lieber 15 Meter Radweg als subventionierten Unfug aus Düsseldorf, wie zum Beispiel den Leo-Platz. Mit jedem Teilstück Radweg ist mehr getan, als mit Fensterreden und Notstandserklärungen“, so Oliver Lind.

Zum Abschluss seiner Rede gab der Bürgermeister-Kandidat der CDU der derzeitigen Stadtspitze zudem einen Seitenhieb mit: „Wir haben eine sprechende Handpuppe, die Ihnen erklärt, warum Sie in ihrer Verwaltung sechs Wochen auf einen Termin warten. Das kann so nicht bleiben.“

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Der 46-jährige Castrop-Rauxeler beendete seine Rede mit einem Versprechen: „Wir können Castrop besser, und Rauxel auch, und morgen fangen wir damit an.“

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