BVB-Präsident Reinhard Rauball: „Der Sport bleibt auf der Strecke“

Solidarfonds-Gala

Bei der Solidarfonds-Gala beklagt BVB-Präsident Reinhard Rauball die Balance zwischen Sport und Schule. Er wünscht sich mehr sportlich aktive Schüler und hat Tipps für die jungen Leute.

von dpa

Castrop

, 17.11.2019, 17:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Präsident Reinhard Rauball: „Der Sport bleibt auf der Strecke“

BVB-Präsident Reinhard Rauball mit nachdenklichen Worten beim festlichen Jubiläum. © Volker Engel

„Ich habe überragend gute Erinnerungen an meine Schulzeit“, sagte Reinhard Rauball, Präsident von Borussia Dortmund, am Rande der Jubiläums-Gala der Solidarfonds-Stiftung NRW am Samstagabend.

„Ich hatte überragend gute Lehrer und eine schöne Zeit“, sagte der 72-Jährige, dem das Lernen nach eigener Aussage immer leicht gefallen ist. „Ich musste nie kämpfen!“ Den heutigen Schülern rät er, wieder öfter in die Sport-Vereine zu gehen.

Reinhard Rauball appelliert an die jungen Leute

„Die meisten Kinder kommen inzwischen erst am späten Nachmittag nach Hause, müssen dann oft noch lernen.“ Dabei bleibe der Sport immer mehr auf der Strecke. „Es kommen nicht mehr so viele Kinder zum Sport wie zu meiner Zeit.“

Die Auswirkung der mangelnden Bewegung ließen nicht mehr lange auf sich warten. „Gesundheitlich werden das viele merken. Mich hat der Sport zeit meines Lebens gesund gehalten.“

Auch in den Vereinen sei der Trend inzwischen deutlich spürbar. „Gerade in ländlichen Gebieten müssen viele Spielgemeinschaften gegründet werden, damit Partien überhaupt noch statt finden.“ Rauballs Wunsch für die Zukunft: „Ich bitte die jungen Leute händeringend darum, sich wieder mehr in Sport-Vereinen zu engagieren.“

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