Tafel-Koordinatorin Nina Diring (r.) von der Caritas ist begeistert. Sie kann dieses Jahr mit ihrem Helfer-Team wieder vielen Kindern und Senioren eine Weihnachts-Überraschung einpacken. © Tobias Weckenbrock
Adventsaktion

Caritas von Spendenangeboten überrannt: „Unfassbar! Danke!“

„Wir sind so beeindruckt!“ Nina Diring von der Caritas Castrop-Rauxel ist kaum zu bremsen. Nach dem Aufruf zu einer Hilfsaktion wurde der Verband in dieser Woche überrannt von Spenden-Angeboten.

Die Caritas sucht Menschen, die kleine Weihnachtswünsche finanzieren: So lautete die Überschrift über einen Aufruf, den wir in dieser Woche vor dem Beginn des Advents veröffentlichten. Darin ging es um die Aktion „Schenk mir einen Stern – Ich erfüll Dir einen Wunsch“.

Die Caritas suchte Menschen, die bedürftigen Kindern und Senioren vor Ort vor Weihachten einen kleinen Wunsch erfüllen wollen. Wer 20 Euro übrig hat, sollte sich jetzt an die Caritas wenden. Und das taten viel mehr Menschen, als man je gedacht hätte, sagt Nina Diring, Caritas-Leiterin der Tafel.

Hunderte Mails und Anrufe

„Wir sind so beeindruckt, dass die Spendenbereitschaft so groß ist! Unfassbar!“, sagte sie am Freitag gegenüber dieser Redaktion. Nach der Veröffentlichung des Aufrufes habe man Hunderte Mails und Anrufe bekommen. Nicht nur aus Castrop-Rauxel, auch aus dem Kreis Recklinghausen allgemein, aus Dortmund, Bergkamen, sogar aus Solingen und Düsseldorf.

Man versuche nun, alle Mails und alle Nachrichten zu beantworten, „aber vielleicht haben wir jemanden vergessen: Wir sitzen mit vier Kolleginnen daran, aber schaffen es zurzeit einfach nicht“, so Diring.

„Die Menschen wollen einfach diese kleinen Wünsche finanzieren“, freut sich Diring. So habe man nun schon alle Sterne verteilen können, und wenn man nun die Geschenke verpacke, werde das Lager aus allen Nähten platzen. „Es gäbe viel mehr als 400 bedürftige Kinder in Castrop-Rauxel. Aber wir kommen nicht an sie ran: Wir haben sie nicht alle erfasst über die Tafel, haben aber Schulen, Kitas und andere Einrichtungen benachrichtigt, dass sie uns weitere Namen von Kinder geben sollen“, sagt Diring.

Die Menschen könnten auch weiterhin spenden, denn Bedürftigkeit bestehe nicht nur zu Weihnachten. „Wir betreuen die Familien das ganze Jahr, auch für die Tafel und die Kleiderkammer brauchen wir Geld“, so Diring.

Bescherte Corona der Aktion diesen Erfolg?

Woher nun dieser überwältigende Erfolg kommt? „Die Aktion gibt es seit 2008, aber das war die erfolgreichste aller Zeiten!“, sagt die Tafel-Chefin. Die Idee kam von Ehrenamtlichen aus den Kirchengemeinden. Die ganzen Jahre habe man mit allen katholischen Gemeinden zusammengearbeitet.

Seit 2019 habe man aus der Kinder-Aktion auch eine Senioren-Aktion gemacht und Menschen ab 65 Jahren beschenkt. Dieses Jahr schien es schwerer, Sternpaten über die Kirchen zu finden. „Vielleicht weil die Gottesdienste nicht so voll sind wie gewöhnlich“, sagt Nina Diring, die Corona als eine Ursache vermutete. Darum startete man erstmals einen Aufruf über die Zeitung.

„Das ist so schön“, jubelte Diring am Freitag. „Wir möchten allen Danke sagen!“

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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