Castrop-Rauxel erstmals mit niedrigstem Inzidenzwert im Kreisgebiet

Coronavirus

Die Corona-Zahlen bewegen sich am Mittwoch (9.12.) weiterhin auf einem hohen Niveau. Während es für Castrop-Rauxel durchaus positive Nachrichten gibt, bereitet auf Kreisebene vor allem ein Wert Sorgen.

Castrop-Rauxel

, 09.12.2020, 07:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwar sinkt in Castrop-Rauxel der Inzidenzwert, auf Kreisebene steigt allerdings zeitgleich die Zahl der Todesfälle sprunghaft an.

Zwar sinkt in Castrop-Rauxel der Inzidenzwert, auf Kreisebene steigt allerdings zeitgleich die Zahl der Todesfälle sprunghaft an. © Tobias Weckenbrock

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch (9.12.) bundesweit einen traurigen Höchstwert: 590 Menschen sind von Dienstag auf Mittwoch im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das sind über 100 Fälle mehr als beim bisherigen Rekordstand von 487 Toten vom vergangenen Mittwoch. Auch im Kreis Recklinghausen gab es einen sprunghaften Anstieg.

Kein weiterer Todesfall in Castrop-Rauxel

Zunächst aber ein Blick nach Castrop-Rauxel: Hier haben sich die Corona-Fallzahlen im Vergleich zum Dienstag nur minimal verändert. Zehn weitere Menschen haben sich mit dem Virus infiziert (Insgesamt: 1081). Es gelten jedoch auch weitere neun Patienten offiziell als genesen, sodass insgesamt 958 Castrop-Rauxeler die Covid-Erkrankung überstanden haben.

113 akute Fälle sind momentan in der Europastadt registriert. Während die Zahl der Todesfälle (10) unverändert bleibt, sinkt die 7-Tage-Inzidenz um 4,1 Punkte auf jetzt 107,7. Erstmals ist Castrop-Rauxel damit die Stadt im Kreis, die den niedrigsten Inzidenzwert aufweist.

Lange Zeit galt Haltern diesbezüglich als Paradebeispiel. Hier ist die Inzidenz in den vergangenen Tagen jedoch spürbar gestiegen und liegt mittlerweile bei 113,6. Mit einigem Abstand folgen Datteln (133,9) und Recklinghausen (169,7). Unrühmlicher Spitzenreiter ist weiterhin Datteln mit einer Inzidenz von 323,7.

Anstieg der Inzidenz hält sich in Grenzen

Auf Kreisebene gab es mit 5,7 Punkten im Hinblick auf die Inzidenz zwar lediglich einen überschaubaren Anstieg (183,7), allerdings verzeichnete man in den vergangenen 24 Stunden 204 weitere Neuinfektionen. Da parallel 102 Menschen die Krankheit überstanden, beläuft sich die Zahl der akut Infizierten am Mittwoch auf 1494 (+92).

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Die erschreckendste Nachricht hängt jedoch mit dem vom RKI gemeldetem Höchstwert an Corona-Todesfällen zusammen, denn auch im Kreis Recklinghausen ist dieser Wert von Dienstag auf Mittwoch spürbar angestiegen. Zehn weitere Menschen sind an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben. Insgesamt wurden somit 152 Todesfälle im Kreis nachgewiesen.

Die neue Todesfälle verteilen sich dabei auf fünf unterschiedliche Städte. In Recklinghausen sind drei Männer (81, 88 und 39 Jahre alt) in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Oer-Erkenschwick (eine 74-Jährige und eine 80-Jährige), Herten (ein 75-Jähriger und eine 91-Jährige) und Datteln (eine 84-Jährige und eine 95-Jährige) verzeichneten jeweils zwei und Dorsten (eine 84-Jährige) einen zusätzlichen Todesfall.

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