Der Castrop-Rauxeler Thomas Frauendienst hat einen Teil seiner Rente gespendet, um einem jungen todkranken Mädchen zu helfen. Jetzt ist er deshalb im TV zu sehen. © Marit Langschwager
TV-Show

Castrop-Rauxeler bei ProSieben: Spende für ein todkrankes Mädchen

Der Castrop-Rauxeler Thomas Frauendienst hat der 6-jährigen Jule einen Teil seiner Rente gespendet. Warum ihm gerade ihr Schicksal so nahe geht, erzählt er in dieser Woche bei ProSieben.

Die 6-jährige Jule Todsen aus Hamburg sitzt im Rollstuhl – sie leidet an einer extrem seltenen genetischen Krankheit. Nur rund 60 Menschen weltweit sind von der tödlichen Erkrankung SMARD, bei der sich die Muskeln zurückbilden und auch die Atmung irgendwann eingeschränkt wird, betroffen.

Für Jule Todsen besteht allerdings noch Hoffnung: Sie darf an einer amerikanischen Studie teilnehmen, die ihr eventuell Heilung verspricht. Die Kosten für die Studie belaufen sich auf über zwei Millionen US-Dollar. Thomas Frauendienst aus Castrop-Rauxel ist auf das Schicksal der 6-Jährigen aufmerksam geworden und spendet einen Teil seiner Rente.

„Als Kind auch im Rollstuhl gesessen“

Die Geschichte von Jule Todsen hat bei Thomas Frauendienst großes Mitgefühl geweckt. „Als Kind saß ich ebenfalls im Rollstuhl, da ich meine Füße auch nicht richtig bewegen konnte. Nur aufgrund eines Zeitungsartikels wurde ich damals operiert“, erzählt er. „Ich habe mich gesehen als Kind – da musste ich einfach etwas tun.“

Damit Jule Todsen an der Studie teilnehmen kann, fehlen immer noch rund 200.000 US-Dollar. Auch, wenn jemand nur wenig habe, könne er oder sie etwas bewirken, findet Frauendienst. „Egal, ob arm oder reich, schwarz oder weiß, das Leben eines anderen darf uns nie egal sein“, betont der Castrop-Rauxeler.

„Ich bin selbst unheilbar krank“

Er wolle nicht einsehen, dass ein 6-jähriges Mädchen nur nicht leben darf, weil das Geld nicht zusammen kommt und möchte auch andere Leute animieren zu helfen. Thomas Frauendienst erzählt, dass er selbst unheilbar krank ist. Wenn er einem Mädchen in der gleichen Situation helfen könne, würde er „der glücklichste Mensch der Welt“.

Auf diese Hingabe des Castrop-Rauxelers ist auch die Redaktion der TV-Sendung „Taff“, die täglich auf ProSieben läuft, aufmerksam geworden. In dieser Woche ist er daher mit seiner Geschichte auch im Fernsehen zu sehen.

Für ihn ist die TV-Präsenz allerdings nur zweitrangig. „Wenn ich damit noch mehr Leute erreichen kann und das der kleinen Jule hilft, dann ist mir das das Allerwichtigste“, so Frauendienst. „Wir sollten trotzdem immer ein Herz zeigen, nicht nur während Corona.“

Bei Interesse finden Sie hier das dazugehörige Spendenkonto

  • SPENDENKONTO SMASHSMARD DEUTSCHLAND E.V.
  • IBAN: DE37 2005 0550 1500 3591 85
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Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1999 in Dortmund geboren und aufgewachsen. Seit 2017 Medienwissenschafts- und Sowi-Studentin an der RUB. Nach zwei Jahren im Fernsehjournalismus, 2020 auch bei den Ruhr Nachrichten. Im Regionaljournalismus möchte ich über Geschehnisse und Menschen aus unmittelbarer Nähe berichten, so wie über das was sie und uns bewegt.
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