Castrop-Rauxeler Golferin spielt erfolgreich in Texas

Serie: "Auswärtsspiel"

Über 8300 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Castrop-Rauxel und dem US-amerikanischen Ort Austin im südlichen Bundesstaat Texas. Dort besucht Greta Völker, sonst Golfspielern des GC Castrop-Rauxel, seit diesem Sommer die University of Texas - und ist auf dem besten Weg zu einer Karriere als Profi-Golferin.

CASTROP-RAUXEL

, 22.12.2016, 12:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Greta Völker in Aktion. Die 19-Jährige ist mit einem Handicap von +4,2 die beste Spielerin des Golfclubs Castrop-Rauxel. Derzeit ist sie als Studentin der University of Texas in den USA sportlich aktiv.

Greta Völker in Aktion. Die 19-Jährige ist mit einem Handicap von +4,2 die beste Spielerin des Golfclubs Castrop-Rauxel. Derzeit ist sie als Studentin der University of Texas in den USA sportlich aktiv.

Die 19-jährige Greta Völker, laut Pressekoordinator Karl-Heinz Platzek die derzeit beste Spielerin des Golfclubs Castrop-Rauxel (Handicap: +4,2), zog es bereits nach ihrem abgeschlossenen Abitur in Deutschland für ein halbes Jahr in die USA. In Florida spielte die aus Witten stammende Golfspielerin Turniere und machte durch sehr gute Leistungen auf sich aufmerksam. „Bei solchen Turnieren ist es üblich, dass Scouts anwesend sind und den Kontakt zu Spielern suchen, bei denen sie Potenzial sehen“, erklärt Völker, „so habe ich dann die Universität in Texas kennengelernt.“

Stipendium erhalten

Dort hat sie aufgrund ihrer sportlichen Leistung auch ihr Stipendium bei der sogenannten „Longhorn Foundation“ erhalten – einer Stiftung der Universität in Texas, die talentierte Nachwuchssportler aus verschiedensten Sportarten, wie Tennis, Fußball oder Golf, unterstützt.

Bei Greta Völker übernimmt die Stiftung die Kosten für ihr Anthropologie-Studium, ihre Unterbringung und ihre Heimflüge. Im Gegenzug wird von der jungen Sportlerin aber auch viel Einsatz gefordert – sowohl sportlich als auch lerntechnisch. Ihre Tage sind straff durchgetaktet: „In der Saison habe ich zwei Mal in der Woche morgens um 6 Uhr Fitness-Einheiten. Von 8 bis 12 Uhr folgen dann die Vorlesungen, ehe wir die sogenannte verpflichtende Study Hall haben, in der wir Hausaufgaben und ähnliches machen.“ Nach dem Mittagessen geht es für Greta Völker direkt weiter zum Training. Die Wochenenden sind für die Turniere reserviert.

Bei einem dieser Turniere, die über die USA verteilt an verschiedenen Universitäten stattfinden, hat sie einen neuen Rekord für ihre Hochschule aufgestellt. Die 18 Löcher in Las Vegas spielte die Deutsche mit einer 65er-Runde 7 unter Par und sicherte sich damit den zweiten Platz des Turniers. „Das war auch meine persönlich niedrigste Runde überhaupt“, freut sich Völker. Auch ansonsten hat die Spielerin des GC Castrop-Rauxel ein sehr erfolgreiches erstes Semester gespielt. „Ich hatte auf allen Turnieren Top-15-Platzierungen“, zeigt sich die 19-Jährige mit ihren Leistungen sehr zufrieden.

Ferien in Deutschland

Nun freut sich die junge Sportlerin aber auf ihre Semesterferien, die sie in Deutschland bei ihrer Familie verbringen wird: „Gerade zum Ende einer so langen Zeit sehnt man sich natürlich schon nach Zuhause.“ Daneben hat die Golferin in den USA vor allem eine Sache an Deutschland vermisst: das deutsche Essen. „Gutes Brot gibt es in den USA nicht wirklich“, erzählt Greta Völker lachend.

Nach ihrem Aufenthalt in Deutschland geht es für die GC-Spielerin in Texas wieder direkt mit dem Golfen weiter, um ihrem großen Ziel – professionelle Golfspielerin zu werden – immer näher zu kommen. „Das ist auf jeden Fall mein Plan. Ich hoffe natürlich, dass es klappt, undich werde auf dieses Ziel auch weiter hart hinarbeiten.“

Aus Witten stammt Greta Völker, die im Alter von zehn Jahren mit dem Golfspielen beim GC Castrop-Rauxel in Frohlinde angefangen hat. Beim Aufstieg  der GC-Damen in die Regionalliga wirkte Völker Ende Mai beim Turnier in Dortmund mit und belegte dort mit ihrer Mannschaft den zweiten Rang. Eine Fußverletzung setzt Greta Völker derzeit außer Gefecht. Sie muss noch für zwei Wochen eine Schiene tragen, ehe sie ihr Golf-Training wieder aufnehmen kann.  

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