Castrop-Rauxeler soll Kölner Sparkassen-Mauscheleien bekämpfen

CASTROP-RAUXEL Der Castrop-Rauxeler Artur Grzesiek soll Schluss machen mit dem Kölschen Klüngel in der Domstadt. Seit er am 1. November Chef der Sparkasse Köln-Bonn wurde, steht er vor einer riesigen Herausforderung.

von Von Peter Wulle

, 18.03.2009, 15:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Castrop-Rauxeler soll Kölner Sparkassen-Mauscheleien bekämpfen

Artur Grzesiek soll dem Kölner Klüngel ein Ende bereiten.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) stellte jetzt in einem großen Bericht den gebürtigen Westfalen vor, der die Mauscheleien zwischen Sparkasse und Vertretern der Stadt Köln beenden soll. Unter anderem wurde bekannt, dass "echte Fründe" - also gute Freunde - der Stadt wohl mit Beraterverträgen der Sparkasse üppig versorgt wurden. Und als der Fernsehsender RTL vor einigen Jahren Köln den Rücken kehren und ins Umland ziehen wollte, wurde dem Sender angeblich zu Sonderkonditionen in den alten Messehallen ein neues Domizil eingerichtet - finanziert durch die Sparkasse. "Es muss schon einen guten Grund haben, dass der mit Kölschen Größen hochkarätig besetzte Verwaltungsrat einen durch die Wolle gefärbten Westfalen auf die Kommandobrücke des schlingernden Supertankers holt", heißt es in der FAZ. Grzesiek soll als bedächtiger Westfale Ruhe in die Sparkasse bringen Nur der Kölsche Klüngel, so heißt es in der FAZ weiter, habe dafür gesorgt, dass die Ertragslage für die zweitgrößte Sparkasse der Republik "seit einigen Jahren katastrophal" sei. Artur Grzesiek, der 1954 in Castrop-Rauxel geboren wurde und hier bis 1993 bei der Sparkasse vom Azubi zum Vorstandschef aufgestiegen war, soll nun den Stall in Köln gründlich ausmisten. "So unaufgeregt und bedächtig, wie der neue Chef die schwierige Lage schildert, ist klar, dass sein Herz nicht rheinisch tickt. Und eben deshalb ist er besonders gefragt, um das Institut wieder in den Kreis normaler Sparkassen zurückzuführen", schreibt die FAZ weiter. Nach zehn Jahren als hiesiger Sparkassen-Chef wechselte Artur Grzesiek 2003 nach Duisburg in den Vorstand der dortigen Sparkasse. Ende 2008 folgte er schließlich dem Ruf nach Köln.

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