Castroper Händler kritisieren Politik und Verwaltung

Standortgemeinschaft Casconcept

Mit deutlichen Worten hat die Altstadt-Standortgemeinschaft Casconcept bei Politik und Verwaltung mehr Verständnis für die Anliegen und Sorgen der Geschäftsleute eingefordert. Ein Sprecher mahnte an, dass der Umzug der Markthändler wegen des Umbaus des Platzes zu Einbußen führen werde.

CASTROP

, 28.01.2016, 05:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Verlegung des Wochenmarktes könnte zu Umsatzeinbußen führen. Das befürchtet zumindest die Standortgemeinschaft Casconcept.

Eine Verlegung des Wochenmarktes könnte zu Umsatzeinbußen führen. Das befürchtet zumindest die Standortgemeinschaft Casconcept.

Vor dem Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung sagte Casconcept-Chef Matthias Zimmer am Dienstagabend anlässlich des bevorstehenden Umzugs der Markthändler in die Fußgängerzone: „Ich will keine Rumquengelei, aber Politik und Verwaltung müssen sensibler werden für die Probleme der Geschäftsleute.“

Unter Hinweis auf Umsatz- und Gewinneinbußen von anliegenden Geschäften während der ersten Markt-Umbauphase an der Sparkassenseite sagte Zimmer: „Wenn ein Verwaltungsbediensteter über längere Zeit 50 Prozent Einnahmeeinbußen hätte, wäre das auch für ihn existenzbedrohend. Das muss jedem sehr klar sein.“

Am 11. Februar ziehen die Markthändler um

Gleichzeitig forderte Zimmer Verwaltung und Politik auf, bei all den einschränkenden Maßnahmen stärker für Lösungen zu sorgen statt Verbote zu erlassen. „Praxisorientiertes Denken und Handeln wären wünschenswert“, erklärte Zimmer und fügte hinzu: „Ich möchte hören, was geht, und nicht, was nicht geht.“

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Konkret forderte Zimmer den Rückzug der Markthändler unmittelbar nach Herstellung der 2000 Quadratmeter großen bewirtschafteten Fläche auf dem Altstadtmarkt. Wie EUV-Chef Michael Werner bestätigte, wird der Wochenmarkt am Donnerstag, 11. Februar, von seinem angestammten Platz zum Reiterbrunnen sowie in die Fußgängerzone umziehen. Die Arbeiten am Pflaster der Parkfläche sollen Mitte Mai beendet sein. Werner sieht keine Hindernisse für eine Rückkehr der Marktstände auch während der laufenden Arbeiten ringsherum.

Laut Zimmer hat sich das Verhältnis zwischen Casconcept und EUV nach „holprigem Start“ konstruktiv entwickelt, wozu vor allem ein ständiger Austausch bei einem Jour fixe - also einem festen Treffen - beigetragen habe.

Ärger um L'Osteria noch nicht verraucht

Noch nicht verraucht ist der Ärger bei Casconcept über die neue Systemgastronomie „L‘Osteria“, wie Casconcept-Vorstandsmitglied Ralph Potthoff-Kowohl deutlich machte. „Über diese Ansiedlung wurde mit uns nicht einmal gesprochen. Was hat sich die Verwaltung eigentlich dabei gedacht?“, fragte er in Richtung Wirtschaftsförderer Martin Oldengott. Die dabei kommunizierten 100 Arbeitsplätze hielt er für völlig überzogen. „Die Kommunikationspolitik ist schwierig“, beklagte er.

Oldengott bezeichnete die Anliegen von Casconcept als „legitim“. Gleichzeitig verwies er aber auf die schwierige Personallage in der Abteilung Wirtschaftsförderung, über die er im nicht-öffentlichen Teil noch ausführlicher berichten wollte.

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