Sieben Frauen und ein Mann: Das ist der Castroper Stricktreff von Segats Il Caffé

Stammlokal Mühlengasse

Das Bild ist etwas aus der Zeit gefallen: Vor dem Il Caffé sitzen an einem Mittwochmittag sieben Frauen und ein Mann. Sie stricken. Jede Woche geht das so. Was ist das für eine Gruppe?

Castrop-Rauxel

, 14.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Sieben Frauen und ein Mann: Das ist der Castroper Stricktreff von Segats Il Caffé

Einen Castroper Stricktreff gibt es seit fünf Jahren: Die Damen und der eine Herr treffen sich Woche für Woche im oder am Il Caffé von Familie Segat an der Mühlengasse. Andreas Pieper und Antje Winter sind Teil der Gruppe. © Tobias Weckenbrock

Wer durch die Innenstadt geht, wird diese Gruppe vielleicht schon entdeckt haben: Am Mittwoch trifft sich Woche für Woche eine Gruppe von Frauen und einem Mann im Il Caffé an der Mühlengasse - oder davor. Dann holen sie ihr Strickzeug heraus und fangen an mit Handarbeit: der Castroper Stricktreff.

Ein Mann unter den Frauen vom Castroper Stricktreff

Andreas Pieper ist der Mann unter den Frauen. „Kein Problem“, sagt er, strickt und lächelt - er fühle sich wohl in der Gruppe. Antje Winter ist eine dieser Frauen, die seit fünf Jahren - wie die anderen auch - dabei ist. Zum Austausch, um neue Ideen zu bekommen, sich kennenzulernen, zur Unterhaltung: Das sei die Idee hinter diesem Stammtisch im Il Caffé, der von 14 bis 18 Uhr geht.

Und was stricken sie da? Die eine hat eine selbstgestrickte Jacke an. Die anderen arbeiten an unterschiedlichen Dingen für den Privatgebrauch, zum Teil auch für den Verkauf. So wie Antje Winter, die ihre Produkte auf Märkten anbietet. Unter anderem hat sie Castrop-Rauxeler Alpaka-Wolle von „Daniels kleiner Farm“ verarbeitet, erzählt sie.

Mini-Kleider für gestorbene Frühchen

Die Gruppe engagiert sich auch: So stiftete sie Mini-Kleidungsstücke für im Mutterleib verstorbene Frühchen, die als sogenannte „Sternenkinder“ tot auf die Welt kommen. So sollen sie einen würdigen Abschied bekommen. Und für das Frauenhaus, in dem Mütter mit Kindern Schutz vor Gewalt finden können.

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